„Geld ist nichts mehr wert“, so das markante Statement von Oswald Grübel, dem EX-CEO der Credit Suisse. Oswald Grübel führte in seiner Bankerkarriere gleich beide Schweizer Grossbanken, die UBS und die Credit Suisse. Sein Interview in der NZZ am Sonntag (Paywall-Artikel) wurde von den internationalen Medien von London bis Australien aufgegriffen:

Negative Zinsen sind verrückt. Das heisst, Geld ist nichts mehr wert. Solange wir negative Zinsen haben, wird die Finanzindustrie weiter schrumpfen.

Hat Oswald Grübel mit seiner Aussage recht? Sicher ist, die Schweizer Nationalbank führte 2015 Negativzinsen ein. Sie will damit die Aufwertung des Franken stoppen. Das heisst, wer Staatsanleihen in Schweizer Franken kauft, erhält nach einer bestimmten Laufzeit weniger Geld zurück, als er ursprünglich investiert hat. Was für einen Anreiz gibt es dann, überhaupt in derartige Anleihen zu investieren? Marc Faber meinte einst in einem Interview, diese Anleihen in Schweizer Franken seien trotzdem interessant. Denn viele Investoren erwarten eine globale Entwertung von Aktien und Währungen. Daher gehe es in erster Linie darum, weniger zu verlieren; die Verluste möglichst klein zu halten.

Welchen Wert hat Geld?

Das ist eine der Kernfragen der Wirtschaftstheorie. Diese Frage wurde nie abschliessend beantwortet, da Geld viele Funktionen hat und Geld aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann. Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel oder Bewertungsmassstab von Gütern und Dienstleistungen, lehrt die aktuelle Volkswirtschaftslehre. Sicher ist, Geld ist vor allem dann sehr praktisch, wenn es fälschungssicher, zensurresistent und leicht tausch- rsp. versendbar ist. Alles Eigenschaften, die wunderbar auf Bitcoin zutreffen; der Wert einer Münze, Coin oder Banknote spielt dabei keine Rolle.

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