Bereits im Februar hat der Iran eine goldgedeckte Digitalwährung angekündigt. Laut offiziellen Stellen soll die Währung durch Gold gedeckt sein und in ihrer Funktionsweise dem Bitcoin gleichen. Im Zuge der Krypto-Sanktionen im Iran scheint der „PayMon“ nun Form anzunehmen.

PayMon soll in Zusammenarbeit mit dem Startup Kuknos Company entwickelt werden. Das Unternehmen hat unter anderem Kooperationen mit den iranischen Banken Persische Bank, Bank Pasargad, Melli Iran Bank und Mellat Bank sowie dem Over the Counter Trading Desk Iran Fara Bourse geschlossen. Weitere Informationen zu Projekt Paymon gibt es bislang nicht. Klar ist, dass die Währung mittlerweile von der iranischen Zentralbank abgesegnet wurde.

Wie Shabab Javanmardi von „Iranian Information and Communication Technology“ mitteilte, werde es sich bei PayMon um eine Währung handeln, welche die Nutzung der iranischen Bankressourcen optimieren soll. Viele Gelder wurden im Zuge des Irankonflikts eingefroren und sollen mithilfe von Kryptowährungen wieder verfügbar gemacht werden.

Erst vor einigen Tagen wurde der Handel mit Kryptowährungen im Iran verboten.. Der rechtliche Status von Bitcoin und Co. befindet sich bereits seit einigen Monaten in der Schwebe. Zuletzt wurden in der Provinz Yazd rund 1.000 Mining-PCs sichergestellt, wobei die Gründe für dieses Vorgehen bislang nicht vollständig geklärt sind.

Die USA hat dem Iran zuletzt vorgeworfen, mittels Kryptowährungen die Sanktionen umgehen zu wollen. Der Iran wurde Ende 2018 vom weltweiten SWIFt-Zahlungsnetzwerk ausgeschlossen und war seitdem finanziell insoliert. Lediglich INSTEX, eine kürzlich ins Leben gerufene Zweckgemeinschaft für den Welthandel, hielt bislang noch den Geldfluss mit dem Iran aufrecht. Mit der Einführung des PayMon könnte auch diese Verbindung gekappt werden.