Am Freitag gab der amerikanische Börsenbetreiber IntercontinentalExchange (ICE) bekannt, dass Starbucks und Microsoft in das neue Start-up Bakkt einsteigen. Bakkt wurde von ICE gegründet, welcher mit der Plattform den Handel mit Kryptowährungen revolutionieren will. Mithilfe der Handelsplattform sollen Verbraucher zukünftig ihren Kaffee bei Starbucks mit Bitcoins oder anderen Kryptowährungen bezahlen können. Auf der Plattform sollen Nutzer digitale Vermögenswerte kaufen, verkaufen, speichern und ausgeben können. Microsoft unterstützt das Projekt mit seinem Cloud-Service.

Global Player unterstützen die Akzeptanz

Bitcoins werden nur von wenigen großen Händlern akzeptiert. Dadurch hat die breite Bevölkerungsschicht noch kein großes Interesse an der Kryptowährung. Zudem fehlt institutionellen Anlegern das Vertrauen in die nicht regulierte Währung und die daraus entstehende, unberechenbare Volatilität.

Beides hemmt die Entwicklung des Bitcoins. Doch jetzt könnte sich das Blatt wenden: Durch den Einstieg von Großunternehmen, einer regulierten Handelsplattform und den Nutzen der Währung für den Alltag könnte die Akzeptanz des Bitcoins drastisch steigen. Bakkt soll die alte und die neue Welt der Währungen verknüpfen.

Ein kleines Ökosystem

Kelly Loeffler ist die CEO von Bakkt und hat konkrete Vorstellungen, wie sich das Projekt entwickeln soll: „Bakkt soll als skalierbare Anlaufstelle für die Beteiligung von Institutionen, Händlern und Verbrauchern an digitalen Assets dienen, indem mehr Effizienz, Sicherheit und Nutzen gefördert werden.“ Damit bringt die CEO etwas Wichtiges zum Ausdruck: Bakkt ist nicht nur eine Handelsplattform, sondern ein reguliertes, globales Ökosystem für Kryptowährungen.

Geplante Bitcoin-Futures

Der Börsenbetreiber ICE kündigte am Freitag zudem an, dass er Bitcoin-Futures mit physischer Lieferung plant. Dieser unterscheiden sich von den Derivaten der Konkurrenz, da die Käufer den Bitcoin tatsächlich kaufen und abnehmen müssen. ICE kündigte an, dass die Bitcoin-Futures im November diesen Jahres angeboten werden sollen.
Den Vorschlag der ICE muss die amerikanische Regulierungsbehörde Commodities Futures Trading Commission (CFTC) noch genehmigen.

Quelle

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