Der russische Oblast (Verwaltungsbezirk) Kaliningrad überlegt, Krypto-Mining in großem Umfang zu organisieren. Als Begleiterscheinung der geplanten Mining Farmen wird Wärme erzeugt, die zur Produktion von Erdbeeren verwendet werden kann. Hinzu kommt, dass auch Leningrad industrielles Krypto-Mining in Betracht zieht.

Wie der amtsführende Gouverneur der russischen Enklave Kaliningrad bekanntgab, sind viele Einwohner an Kryptowährungen wie Bitcoin interessiert. Aus diesem Grund ist der Bau groß angelegter Mining Farmen geplant, mit derer Kryptowährungen geschaffen werden sollen. Bereits jetzt existiert ein Hotel, indem unter Mithilfe entsprechender Experten gemint werden kann. Bevor der Plan eines industriell organisierten Minings jedoch in die Tat umgesetzt werden kann, ist der Kreml gefordert. Denn ohne gesetzliche Rahmenbedingungen können keine Investoren in das Land geholt und der Schürfprozess nicht begonnen werden.

Wärme als wohlwollendes Nebenprodukt

Die Farmen hätten neben dem Krypto-Mining noch einen zweiten Effekt: Kaliningrad gilt trotz niedriger Temperaturen als bedeutender Erdbeerproduzent. Die Gewächshausplantagen müssen dementsprechend laufend mit ausreichend Wärme versorgt werden, die von den Mining-Farmen produziert werden kann. Diese würden daher nicht nur der „Produktion“ von Kryptowährungen dienen, sondern auch den Erdbeeranbau deutlich verbilligen.

Kernkraftwerk zum Krypto-Mining

Auch der Oblast Leningrad möchte in das Krypto-Mining in großem Umfang einsteigen. So soll die Infrastruktur eines spätestens im Jahr 2021 stillgelegten Kernkraftwerkes genutzt werden. Dabei werden unter anderem die vorhandenen Kühlsysteme und das Übertragungsnetz Teile eines groß angelegten Technologieparks zum Krypto-Mining sein.

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