Die amerikanische Technologiebörse Nasdaq beabsichtigt, 2018 einen Bitcoin-Future einzuführen. Sie ist nach der CBOE und der CME die dritte große amerikanische Börse, die sich dem Handel mit der Kryptowährung öffnen will.

Seit Jahresbeginn hat sich der Bitcoin-Kurs mehr als verzehnfacht und knackte am 28. November die psychologisch bedeutsame 10.000-Dollar-Marke. Dadurch hat sich die Cyberwährung definitiv die Aufmerksamkeit der Finanzwelt gesichert.

CBOE und CME bereits in den Startlöchern

Die Nasdaq will das Interesse nutzen und plant, den Handel mit Bitcoin-Futures aufnehmen. Die größte elektronische Wertpapierbörse der USA reagiert damit auf Pläne ihrer Konkurrenten. So hat die CBOE, eine der weltweit wichtigsten Optionsbörsen, schon im August angekündigt, Ende des Jahres einen Bitcoin-Future aufzulegen. Und im Oktober wurde bekannt, dass die CME dieselben Pläne verfolgt.

Die Nasdaq lässt sich etwas mehr Zeit. Eine gut unterrichtete Quelle erwartet, dass ihr Bitcoin-Future im zweiten Quartal des nächsten Jahres an den Start geht. Von den Bitcoin-Kontrakten ihrer Konkurrenten will sich die Tech-Börse abheben, indem sie zur Preissetzung die Kurse von 50 verschiedenen Bitcoin-Handelsplätzen berücksichtigt. Die CME verwendet bloß vier Quellen, die CBOE gar nur eine.

Lösung für Hard Forks

Eine interessante Lösung hält die Nasdaq für den Fall bereit, dass es beim Bitcoin zu einem Hard Fork kommt. Am Tag der Abspaltung gehen sowohl die Kurse der Neuwährung als auch die Kurse der Altwährung in den Future-Preis ein. Danach wird die abgespaltene Währung abgestoßen und der Erlös wieder in klassische Bitcoins investiert.

Die Börsennotierung von Bitcoin-Derivaten dürfte das Vertrauen institutioneller Anleger in die Kryptowährung stärken. Denn anders als die weitgehend unregulierten Märkte, auf denen Bitcoins bisher gehandelt wurden, unterstehen Wertpapierbörsen einer strikten Regulierung und Aufsicht.

Quelle

>> CME Group Self-Certifies Bitcoin Futures to Launch Dec. 18
>> Nasdaq Plans to Introduce Bitcoin Futures