Neben der Debatte um die Grösse der Blöcke ist in der Bitcoin-Community ein weiterer Disput ausgebrochen und dabei geht es darum, wer die Rechte an der Phrase „The Internet Of Money“ besitzen soll.

Einer, der diesen Begriff schon länger im aktiven Wortschatz führt und auf Blogs als Fachbegriff einsetzt, ist Andreas Antonopoulos. Ein bekannter Bitcoin-Visionär, prominenter Sicherheits Experte (u.a. bei Coinbase) und Autor des Werks Mastering Bitcoin. Doch kürzlich meldete Anthony Watson mit seiner Firma Uphold (Einst bekannt als BitReserve) den alleinigen Anspruch auf diese Wortgruppe an. Denn der Begriff „The Internet Of Money“ ist und war seit jeher der Firmenslogan von BitReserve und nun möchte er diesen Begriff schützen lassen. Zudem droht er Andreas Antonopoulos mit einer Klage, sollte dieser den Begriff weiterhin verwenden.

Preisgeld 1 BTC

Nun ja, wem „gehört“ jetzt dieser Slogan wirklich? In Tat und Wahrheit lässt sich nicht mehr genau eruieren, wo und wann diese Phrase ein erstes Mal verwendet wurde. Oder etwa doch? Um dies herauszufinden aktivierte Andreas Antonopoulos die Bitcoin-Community. Er setzte gar ein Preisgeld von 1 BTC für einen Hinweis auf die erste Verwendung der Phrase „The Internet Of Money“ aus. Und sollten mehrere verwendbare Hinweise eingehen, wird das Preisgeld gar mehrfach ausbezahlt.

Sein Aufruf im Wortlaut:

“The best and earliest example of the use of this phrase will be awarded a 1 bitcoin reward. If more than one example are worthy of reward, or more funds are raised, the operators of this site may (at their discretion) give additional rewards to the earliest or several examples. The minimum reward donated will be 1BTC.”

Hintergrund

Die besagte Phrase, The Internet Of Money, wird seit Jahren von diversen Startups benutzt. Nicht nur BitReserve, sondern auch andere Unternehmen verwenden diesen Begriff. Unter anderen nutzte die Bank Of Japan diesen Spruch bereits im November 2010 für Werbung in eigener Sache. Es wird also schwierig herzauszufinden, wer diesen Claim als erster nutzte oder gar erfunden hat. Und selbst wenn die erste Verwendung tatsächlich einer Firma zugewiesen werden könnte — das würde noch lange nicht heissen, dass diese Firma dann die Markenrechte an diesem coolen Spruch erhalten wird. Oder wie Andreas Antonopoulos auf Twitter schreibt:

Hoffen wir, dass dieser Begriff niemandem zugesprochen wird und somit eindeutig der offenen und Copyright befreiten Bitcoin-Community zugeschrieben werden kann. Und falls dies nicht klappen sollte, hätte ich hier noch zwei weitere „heisse“ Claims:

„The Internet Of Property“

oder

„The Internet Of (smart) Contracts“

Quelle

[1] https://theinternetofmoneyblog.wordpress.com/2016/03/14/the-internet-of-money/