Die Börse Stuttgart ist ein Vorreiter der digitalen Transformation der Finanzmärkte und schafft eine durchgehende Infrastruktur für digitale Assets. Als etablierter Finanzmarktakteur will die Börse Stuttgart dabei Maßstäbe in Sachen Transparenz und Verlässlichkeit setzen und so den entstehenden Markt insgesamt voranbringen. Die Tochtergesellschaft Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH hat nun einen wissenschaftlichen Beirat ins Leben gerufen: Die vier Mitglieder werden auf regelmäßigen Treffen die Digitalstrategie der Börse Stuttgart begleiten und Perspektiven für Blockchain-Technologie und Tokenisierung erörtern.

„Als Innovationsführer ist uns ein umfassender Blick auf digitale Assets wichtig. Deshalb beziehen wir profilierte Experten aus der Wissenschaft in die Diskussion ein. Dabei stehen die Potenziale der Blockchain, die Anforderungen der Kunden und die Weiterentwicklung der Regulierung als zentrale Einflussfaktoren auf der Agenda“

sagt Alexander Höptner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart GmbH.

Prof. Dr. Christof Weinhardt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sieht Deutschland in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt:

„Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Deutschland hat eine gute Ausgangsposition, um sich im globalen Wettbewerb an die Spitze zu setzen. Die Blockchain-Technologie bietet vielen Wirtschaftszweigen faszinierende Möglichkeiten für innovative Produkte, Services, Prozesse und nicht zuletzt für völlig neue Geschäftsmodelle.“

Für Prof. Dr. Gilbert Fridgen von der Universität Bayreuth umfasst die Blockchain mehr als Anwendungen in der Finanzbranche:

„Ich glaube, dass die Blockchain-Technologie langfristig unterschätzt wird. Neben vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Finanzindustrie bieten sich weitere interessante Use Cases. Sie reichen vom zuverlässigen und schnellen Datentausch zwischen Behörden über neue Mobilitätskonzepte bis hin zur sicheren Kommunikation zwischen Maschinen.“

Dr. Ingo Fiedler von der Universität Hamburg mahnt geeignete Leitplanken für die Tokenisierung an:

„Die Token-Ökonomie wird unsere Gesellschaft nachhaltig prägen. Dafür werden in Deutschland und auch auf europäischer Ebene jetzt die Weichen gestellt. Eindeutige, transparente und technologieneutrale rechtliche Standards müssen geschaffen werden. Die Blockchain-Strategie der Bundesregierung und auch die Pläne der neuen EU Kommission sind Schritte in die richtige Richtung.“

Für Prof. Dr. Ralf Wandmacher von der accadis Hochschule Bad Homburg liegen die Chancen bei digitalen Assets für Privatanleger klar auf der Hand:

„Private Anleger können zuvor nicht darstellbare Investitionen tätigen, etwa über direkte Beteiligungen an Immobilien, Maschinen und Projekten. Dabei lässt sich der Investitionsumfang flexibel gestalten. Privatanleger können so auch kleinere Beträge investieren und eine angemessene, noch nie dagewesene Diversifikation erreichen.“