Revolut ist eine Smartphonebank und desshalb absolut kein Ersatz für ein „echtes“ Schweizer Bankkonto. Revolut existiert sozusagen nur als Smartphone App, die Handys der Revolut-Kunden werden oft von von Hackern attackiert. Revolut betreibt auch keine physische Filialen in der Schweiz und dennoch ist Revolut hierzulande extrem beliebt: Die Gründer konnten bereits 250’000 Kunden für die Digitalbank Revolut begeistern. Alleine dieses Jahr registrierte Revolut 180’000 neue Konteneröffnungen. Damit haben bereits 3% aller Schweizer ein Revolut-Konto und damit schlägt Revolut sogar die bekannteste Digitalbank Transferwise:

Einfaches Konzept zieht Tausende Kunden an

Bisher behält sich das Prinzip hinter Revolut eine klare Einfachheit: Kunden der Bank erhalten ein Konto sowie eine Visa- oder Mastercard. Der einzige Zugang zum Konto erfolgt dabei über eine App.

Trotz dieses relativ unspektakulären Konzepts konnte die Neobank bisher ein rasantes Wachstum verzeichnen und bereits knapp 250’000 Kunden anlocken. Der Schweizer Markt besitzt dabei das schnellste Wachstum, das Revolut in Europa verzeichnen konnte. Weitere Länder sind Italien, Portugal, Irland, Rumänien sowie Polen.

Die Schweizer Kundschaft des britischen Unternehmens besitzt in etwa die Grösse der Bank Cler oder der Luzerner Kantonalbank. Ausserdem entspricht sie etwa 50 Prozent der Grösse der Berner Kantonalbank.

Günstige Konten und geringe Gebühren

Revolut hebt sich insbesondere in zwei Kriterien von traditionellen Banken ab. So sind die Konten zunächst sehr günstig und verlangen in der Basisversion kaum Gebühren für die Kontoführung. Während andere Banken bis zu 4 Prozent durch Transaktionsgebühren verdienen, ist dem bei Revolut nicht so. Für Fremdwährungstransaktionen fallen kaum Gebühren an, sodass diese fast ohne Marge ausgeführt werden.

Finanzierung hauptsächlich über Kickbacks

Die App des britischen Unternehmens gewährt ihrem Nutzer deutliche Vorteile. So kann in Echtzeit auf sämtliche Daten zugegriffen werden, Karten lassen sich einfach aktivieren oder deaktivieren und Einkäufe, die per Kreditkarte getätigt werden, zeigt die App innerhalb von Sekunden an.

Revolut finanziert dieses Konzept vor allem über Kickbacks, die durch den Einsatz der Kreditkarten generiert werden. Kommt die Karte in der Schweiz zum Einsatz, erhält das britische Unternehmen etwa einen Prozent des Transaktionswertes. Während die Schweiz nicht zur EU gehört, fällt dieser Betrag in EU-Ländern etwas geringer aus.

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