Wie Heise berichtet, ist es einem Sicherheitsforscher gelungen, eine Canon EOS80D per WLAN mit Verschlüsselungs-Malware zu infizieren. Canon reichte danach ein Firmware-Update nach. Da diese Lücke nun bekannt ist fragt man sich als Informatiker natürlich gleich: Kommt jetzt die Ransomware für Spiegelreflexkameras?

Der Forscher hat sich daher auf die Suche nach Schwachstellen in der Firmware der Canon-Kamera gemacht und wurde gleich mehrfach fündig. Wer sich für die Suche nach Lücken interessiert, dem sei dieser Bericht auf Heise empfohlen oder folgendes Video:

Ransomware in der Schweiz noch viel zuwenig bekannt

Der Begriff der Ransomware ist für viele Menschen immer noch unbekannt. Zumindest ist er das solange, bis nicht das eigene Gerät von einer solchen Software besetzt wurde und die Daten nicht mehr freigegeben werden. Bei Ransomware handelt es sich nämlich um eine schädliche Software, die die persönlichen Daten des Nutzers angreift und diese so verschlüsselt, dass der Nutzer keinen Zugriff mehr auf diese Daten hat. Immer mehr solcher Angriffe gibt es – die Daten werden verschlüsselt und der Nutzer kann sie nicht mehr einsehen. Er kann allerdings den Entwickler dieser Software bezahlen und zwar mit Bitcoins. Nach der Zahlung gibt der Entwickler alle Daten schließlich frei.

Ob die Daten jedoch nach dem Zahlen wirklich freigegeben werden oder ob sogar nicht noch mehr Geld gefordert wird, ist fragwürdig. Die Polizei rät allerdings von einer Zahlung ab. Der Nutzer sollte seine Daten daher immer sichern, idealerweise mit einem täglichen Backup. Außerdem sollten keine Programme ausgeführt werden, deren Herkunft unbekannt ist oder solche, die auf einer zwielichtigen Webseite heruntergeladen wurden.