Das Mininggeschäft bekommt zukünftig einen neuen Wettbewerber. Die Firma Blockstream, bisher als Lightning-Entwickler tätig, wird mit zwei Serverfarmen in das Geschäft einsteigen und Bitcoins farmen. Das Bitcoin-Netzwerk soll weiterhin dezentral gesteuert werden, damit bleibt Blockstream seinen Prinzipien treu. Erste Details zu dem geplanten Service veröffentlichte das Unternehmen am 8. August, als der Aufbau zweier riesiger Serverfarmen bekannt gegeben wurde. Das neue Geschäftsfeld wurde in einem Blogpost angekündigt und richtete sich vor allem an Großkunden. Die Firma möchte damit insbesondere die Dezentralität des Netzwerks steigern, weil diese in den letzten Jahren verloren gegangen sei. Man habe bereits im Jahr 2017 die ersten Aktivitäten im Bereich Bitcoin getätigt, damit die Dezentralisierung des Minings nicht nachlässt. Es sah damals so aus, als würden die einzelnen Parteien den Bitcoin zentralisieren und deshalb könnte er seine volle Kraft nicht mehr ausschöpfen.

Man möchte den Unternehmen und Personen, die im Bitcoin-Geschäft tätig sind, die Möglichkeit geben selbst einen Beitrag zum Mining zu leisten. Die Serverfarmen stehen im kanadischen Quebec sowie im US-Staat Georgia. Blockstream stellt den Kunden das nötige Equipment bereit, die Kunden sollen jedoch die vollständige Kontrolle über den Service haben. Insgesamt verfügen die Rechenzentren über eine Kapazität von 300 MW. Die Miner haben die Wahl, welche Transaktionen in welchen Bitcoin-Block eingefügt werden sollen. Die Entscheidungen werden auf diese Weise dezentralisiert, denn jeder Miner trifft seine eigenen Entscheidungen. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einem Projekt, mit dessen Hilfe die Skalierbarkeit des Bitcoin-Netzwerks verbessert werden kann.