Soeben publizerte der Klatschblog TMZ dieses internessante Interview: Apples Mitbegründer Steve Wozniak ist der Ansicht, niemand sollte mehr Facebook nutzen. Sein eigenes Konto hat er dort gelöscht. Ähnlich sieht er es in Bezug auf andere soziale Netzwerke. Sie alle seien Datenkraken, die persönliche Informationen sammeln und weiterverkaufen. Obwohl die Nutzung der Plattformen gratis ist, warnt Wozniak, nichts sei umsonst. Die Konzerne und Geheimdienste würden von der Freigiebigkeit der Nutzer profitieren, die diese im Umgang mit ihrer Privatsphäre an den Tag legen.

Auf die Frage, ob er sich durch Facebook und ähnliche Plattformen, in seiner Privatsphäre verletzt sieht, sagte Wozniak, soziale Plattformen würden uns belauschen und die gewonnenen Daten an Werbekunden senden. Daher sollte jeder, dem etwas an Privatsphäre liegt, auf die Nutzung dieser Dienste verzichten.

Bei aller Besorgnis gebe es jedoch auch Vorteile, die den Verlust an Privatsphäre rechtfertigen würden. Den meisten jedoch würde er raten, die Finger von Facebook zu lassen. Viele Geräte (wie Amazons Alexa) erlauben zudem eine Abhörung der Nutzer.

Gesammelt würden nicht nur Nutzerdaten, sondern es würden auch Konten gelöscht und zensiert, die dem Establishment nicht gefallen. Facebooks Chef Mark Zuckerberg etwa habe unlängst damit geprahlt, in Irland keine Pro-Leben-Werbung vor der entsprechenden Volksabstimmung zugelassen zu haben. Pro-Abtreibung-Werbung sei jedoch geschaltet worden. Nach der Abstimmung wurde das irische Abtreibungsverbot aufgehoben.

Ähnlich funktioniere das mit kommerzieller Werbung. Jeder hinterlasse eine riesige Datenspur, die alles Persönliche offenbart. Diese Spur werde genutzt, um Produkte an den Kunden zu bringen oder unliebsame Meinungen zu entdecken. Spätestens seit 9/11 sei jeder Bürger in den Augen der Regierung ein potenzieller Staatsfeind.