Mit Burkhard Balz hat sich ein Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank in Brüssel zu den Themen Bitcoin, Kryptowährungen und Digitale Transformation geäussert. Den aktuellen Stand der Erkenntnisse gab er in einer Rede preis.

Der Bitcoin feierte zu Beginn des Jahres seinen zehnten Geburtstag. Die grossten Finanzinstitute beschäftigen sich mit der Währung, seitdem sie eine gewisse Bekanntheit erreicht hat. Man stellt sich in den Geldinstituten die Frage, wie man als zentrale Stelle eine dezentrale Währung überwachen kann. Außerdem muss man sich mit der Frage beschäftigen, ob der Bitcoin eine Gefahr für die Stabilität der internationalen Finanzmärkte darstellen könnte:

I will be brief on this point: crypto-tokens currently do not pose a risk to monetary or financial stability.

Laut Balz stellen die neuen Währungen aktuell keine Gefahr dar. Er gibt jedoch zu bedenken, dass außerhalb des Blickfelds keine internationalen Standards zur Anwendung kommen können. Die Nutzung der Kryptowährungen soll in Zukunft überwacht werden und die technische Stabilität muss auf den Prüfstand kommen. Die Zentralbanken müssten ebenfalls an der digitalen Transformation arbeiten, damit sie optimal arbeiten können. Die digitale Transformation ging laut Balz sehr schnell und man möchte sich die neuen Technologien in Zukunft genauer ansehen. Dafür wurde eigens ein Komitee ins Leben gerufen. Die Finanzinstitute müssen in Zukunft enger zusammenarbeiten, damit sie die Geschwindigkeit des Marktes einhalten können.

Balz kommt zu der Erkenntnis, dass die digitale Transformation eine Menge Chancen bietet, allerdings auch eine Menge Risiken entstehen lässt. Das Finanzsystem würde umgestaltet und wir müssten es erst noch verstehen, damit wir handeln können.