Die Blockchain-Technologie ist sehr vielseitig nutzbar und geht weit über Kryptowährungen hinaus. So hat der Großkonzern Nestlé vor kurzem ein Projekt angekündigt, das den Kunden die Möglichkeit geben soll, die gesamte Produktionskette von Lebensmitteln nachvollziehen zu können. Bei diesem Vorhaben arbeitet Nestlé mit der Blockchain-Plattform OpenSC zusammen. OpenSC hat sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben und will die Lieferketten von Produkten für die Konsumenten offenlegen. An der Gründung von OpenSC waren der WWF (World Wildlife Fund) Australien sowie die Boston Consulting Group beteiligt.

Das Pilotprogramm von Nestlé und OpenSC soll den Prozess der Lebensmittelherstellung transparenter machen. Egal ob ein Produkt aus Deutschland, Neuseeland oder dem Nahen Osten stammt – der Konsument soll erfahren, wo die im Discounter angebotenen Nahrungsmittel herkommen und was für einen Weg sie ins Marktregal zurückgelegt haben. Und an dieser Stelle kommt die Blockchain ins Spiel, denn auf letzterer sind alle relevanten Daten abgespeichert. Kunden, die an der Herkunft ihrer Lebensmittel interessiert sind, erhalten also auf der Blockchain die notwendigen Informationen.

Dass Nestlé ein Blockchain-Projekt startet, ist keine Überraschung. Schon seit mehreren Jahren sind die Schweizer an der Technologie interessiert. Laut eigenen Angaben hat Nestlé 2017 damit begonnen, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich die Blockchain-Technologie nützlich machen kann. Und im Februar 2019 machte das Unternehmen schließlich ernst und versprach, die gesamte Lieferkette der eigenen Produkte mit Hilfe der Blockchain transparent zu machen. Durch die Zusammenarbeit mit OpenSC kann Nestlé das Versprechen nun halten. Für die Zukunft sind Versuche hinsichtlich der Skalierbarkeit des Systems geplant.