Die mutmasslichen Drahtzieher des Bitfinex-Hacks wurden gefasst. Die Täter haben im Jahr 2016 die Server des Bitcoin-Portals gehackt und knapp 120.000 Bitcoin erbeutet. Der Wert der Beute: bis zu 65 Millionen US-Dollar. Die entwendeten BTC konnten bis heute nicht vollständig zurückverfolgt werden.

Nun haben die israelischen Behörden die mutmaßlich für den Hacker-Angriff verantwortlichen Täter gefasst. Es soll sich um zwei israelische Brüder handeln, wobei einer von ihnen bei einem israelischen Verteidigungskommando gedient haben und aus dieser Zeit über ein gutes technisches Know-how verfügen soll.

Bereits seit 2017 waren die Behörden auf der Suche nach den Tätern des Bitfinex-Hacks. Doch erst ein neuerlicher Betrugsversuch brachte die Polizei auf die Spur der Israelis. Demnach sollen die Brüder in diesem Jahr erneut ein Phishing-System betrieben haben. Dieses sollen sie genutzt haben, um die Krypto-Wallets von arglosen Nutzern leerzuräumen.

Im Detail wurden manipulierte Links in Messaging-Apps wie Telegram geteilt, über die Nutzer zur Eingabe ihrer Private-Keys aufgefordert wurden. Anschließend wurden die Keys von den Betrügern ausgelesen und die Coins an eigene, nicht nachverfolgbare Wallets gesendet.

Wie viel Geld bei der letzten Phishing-Aktion gestohlen wurde, ist bislang nicht bekannt. Auch das Strafmaß, das die beiden Brüder zu erwarten haben, ist noch offen. Bitfinex selbst stand zuletzt ebenfalls in der Kritik. Das Portal war in halblegale Geschäfte mit dem Unternehmen Tether Ltd. verstrickt und hat sich im vergangenen Jah 850 Millionen US-Dollar von Tether geliehen, um den Konkurs der hauseigenen Bank abzuwenden.