Jeder Mensch möchte sein Vermögen mehren, dafür gibt es einige Möglichkeiten. Zum einen kann man mit Vermögenswerten Handel treiben, sie also günstig kaufen und später teurer verkaufen. Es gibt außerdem die sogenannten Leerverkäufe, bei denen man einen Wert erst teuer verkauft und später für weniger Geld einkauft. Außerdem kann man Geld gegen Zinsen verleihen oder in den Arbitragehandel einsteigen. Zum anderen kann man auch einfach Bitcoin-Handel betreiben. Das Interesse an der digitalen Währung ist gross und es gibt mittlerweile viele Bitcoin-Börsen die gute Tools zur Verfügung stellen. Generell kann man aber sagen, es ist nicht so einfach den Markt zu schlagen. Man braucht da schon sehr viel Intelligenz, Glück oder gute und schnelle Algorithmen. Es gibt aber eine Art von Trading, welche mit Bitcoin zusammen sehr in Mode gekommen ist: Arbitrage.

Arbitrage kann man zum Beispiel sehr einfach manuell, ganz ohne Bitcoin-Börse betreiben. Es gibt immer wieder Länder, in denen ein Bitcoin teurer ist als so der „rerguläre“ Preisdurchschnitt. Meist sind das Länder, welche sich in einer Währungskrise befinden. Beispiel Simbabwe: Nach der Absetzung von Präsident Robert Mugabe stieg der Bitcoin-Preis in Simbabwe auf 18’000 US-Dollarr, während man sonst auf der Welt nur 9’000 US-Dollar für einen ganzen Bitcoin bezahlte. Warum ist das so? In Simbabwe gibt es vier Gründe für das Phänomen: geringe Liquidität, starke Nachfrage, eine Währungskrise und Handelsbeschränkungen. Es gibt aber auch andere Länder wie beispielsweise Südafrika wo der Bitcoin-Preis notorisch 5% höher ist als im weltweiten Durchschnitt. Kambodscha ist ein anderes Land, wo es relativ schwierig bis unmöglich ist, sein Bankkonto mit einer Bitcoin-Börse zu verknüpfen. Kambodschaner die mit Bitcoin handeln, machen dies dann oft über ein Bankkonto in Thailand. Aber eben genau derartige „Umwege“ machen den Bitcoin teurer. Jeder kann nun ganz einfach mit Arbitrage Geld verdienen. Einfach die entsprechenden Länder bereisen, Bitcoin international günstig einkaufen und lokal teurer verkaufen. Dies ist die analgoe Variante. Gross in Mode ist momentan die digitale Version davon:

Wie funktioniert der Arbitragehandel?

Zwischen ein einzelnen Börsen bestehen kleine Unterschiede in den Handelspreisen, diese versucht der Anleger auszunutzen. Er kauft die Vermögenswerte bei einer Börse günstig ein, transferiert sie zu einer Börse mit höheren Preisen und verkauft sie dort wieder. Dieses Verhalten führt natürlich dazu, dass die Preise an den einzelnen Börsen sich immer weiter annähern und Unterschiede kaum bestehen beziehungsweise nur marginal sind.

Was sollte man vorher wissen?

Bei jeder Transaktion entstehen Nebenkosten, diese müssen natürlich berücksichtigt werden. Beim Kauf und Verkauf von Aktien und anderen Werten entstehen Ordergebühren. Der Transfer an die andere Börse ist in der Regel auch mit einer gewissen Gebührt versehen. Selbst wenn man unter Berücksichtigung der Gebühren am Ende einen Gewinn hätte, muss man noch die zeitliche Komponente berücksichtigen, denn die Preise an den einzelnen Börsen ändern sich ständig. Bei der Übertragung von Börse zu Börse entstehen Verzögerungen, deshalb stehen die Werte nicht unmittelbar an der anderen Börse zum Verkauf zur Verfügung. Durch die lange Dauer können natürlich Verluste entstehen, weil der Kurs in der Zeit wieder fallen kann, außerdem können sich die Preise der einzelnen Börsen angeglichen haben. Man sollte sich vorher mit den einzelnen Börsen vertraut machen, damit man schnell agieren kann und nicht zu viel Zeit vergeudet.

Fazit:

Arbitragehandel kann sich auszahlen, wenn man die Einflussfaktoren kennt und korrekt einschätzt. Man benötigt eine gewisse Erfahrung und muss an mehreren Börsen angemeldet sein, damit man entsprechend reagieren kann. Ideal wären hier nicht nur Börsen im Heimatland, sondern weltweite Handelsplattformen. Die Kurse in Japan können sich sehr stark von denen der amerikanischen Börsen unterscheiden, die Kurse der nationalen Börsen sind eher gleich. Man sollte die Finger von Bots lassen, denn diese dienen in der Regel nur zur Abzocke des Nutzers. Oder anders gesagt: Wer es auf dem normalen Trading weg nicht schafft, mit Arbitrage Geld zu verdienen der wird auch mit Bots keinen Erfolg haben. Erfahrung ist in Sachen Arbitrage das A. und O. In der Theorie funktioniert der Handel schnell einmal. Wer Arbitragehandel betreibt weiss aber um die Vielfalt der Faktoren: Es sind ja nicht nur die Gebühren die eine Rolle spielen, auch der Spread ist eine Art „Gebühr“ und muss mit einberechnet werden. Sowie Transferzeiten von Bitcoin-Transaktionen sowie Banküberweisungen müssen beachtet werden. Abschliessend kann man sagen, mit Arbitragehandel lässt sich Geld verdienen. Es ist allerdings harte Arbeit und der Erfolg kommt erst mit der Erfahrung!