Nichts ist resilienter, als der Bitcoin-Preis. Die ganze Woche über wanderte der Bitcoin im Tal der Tränen, um dann am Weekend an einem Tag einen Sprung um 7% in die Höhe zu machen. Kommt der Bitcoin zurück, stärker als je zuvor?

Wurde der Bitcoin Crash der vergangenen Woche absichtlich herbeigeführt?

Das interessante ist, dass genau vor dem Preissturz eine grosse Order auf Bitstamp aufgegeben wurde. Selbst Bitstamp hat diese verdächtige Order bemerkt und angeblich interne Ermittlungen aufgenommen. Warum wurde ausgerechnet Bitstamp als Ziel für eine Kursmanipulation gewählt? Bitstamp ist einer der ältesten Börsen und zudem verfügt Bitstamp über eine gewisse Grösse und vor allem eine sehr zuverlässige API Schnitstelle. Darüber fragen viele andere Börsen den aktuellen Bitcoin-Preis ab. Das heisst, der Bitcoin-Preis ist auf einer Börse wie Bitstamp einflussreicher als auf anderen Bitcoin-Börsen. Ein Flash-Crash auf Bitstamp löst auch einen Flash Crash auf anderen Börsen aus.

Wer profitiert von einen Flash Crash?

Dieser Flash Crash schadet vor allem den Tradern, welche mit einer hohen Leverage handeln und aktuelle Positionen offen haben welche auf einen steigenden Kurs spekulieren. Trader also, welche grosse Hebel einsetzen. Fällt der Kurs nun innert kurzer Zeit dramatisch, dann sind plötzlich viele gehebelten Konten nicht mehr gedeckt und daraufhin werden alle Positionen der besagten Trader verkauft. Ob sie wollen oder nicht – denn die Börsen müssen die Verluste rechtzeitig decken. Mann spricht dann vom sogenannten Margin Call. Der Trader verliert alles und muss, wenn er weiterhin handeln will, neues Kapital einschiessen. Man kann also sagen, weder der Trader noch die Börsen profitieren von einem derartigen Ereignis. Denn die Börsen lieben aktive Trader; mit den anfallenden Gebühren verdienen die Exchanges Geld. Da stellt sich weiterhin die Frage, wer von derartigen Flash Crashes profitiert. Vielleicht kann man dann eine Vermutung anstellen, wer dahinter steckt. Allerdings gab es in der Vergangenheit auch an anachronistischen Börsen wie der NASTAQ, NYSE usw. immer wieder Flash Crashes. Ja sogar die Schweizer Börse SIX hatte schon mal den „Schluckauf“. Aber nicht immer werden diese Flash Crashes absichtlich durch Personen oder Gruppen ausgelöst. In der Vergangenheit waren es oftmals auch einfach Fehler von Computerprogrammen und Algorithmen, sogenannte Glitches, welche einen blitzartigen Börsencrash auslösten. Zurück zum aktuellen Fall: Es profitieren Händler, welche sich dann günstig mit Bitcoins eindecken bevor der Kurs wieder in die Höhe geht. Insbesondere Händler, welche im Voraus davon wissen. Ein Bekannter Bitcoin Vlogger hat auf Youtube ein Video veröffentlicht, worin er den aktuellen Crash untersucht. Und dieses Video hat innert nur einem Tag mehr als 20’000 Views generiert. Eine hohe Anzahl Views für ein derart spezifisches Thema. Das Video ist unten verlinkt. Die ganze Diskussion hat der Twitter User @lowstife mit einem Tweet über Bitstamp ausgelöst:

Hier ein nutzenstiftender Ratschlag: Traden sie nur mit Hebeln, wenn Sie wirklich verstehen was sie tun. Ansonsten lassen sie von Leverage und Margin Trading besser die Finger. Im Weiteren gilt: nicht die Nerven verlieren. Früher hiess es oft: Ist Bewegung im Markt, lebt der Markt. Und in der Tat, solche Ereignisse mit derartig hohen Volumina zeigen eines: Der Bitcoin Markt lebt. Es zeigt ebenso, Bitcoin wird langsam aber sicher erwachsen.

Quelle: Bitcoin DUMP scheme uncovered!! & News summary

Oder mit anderen Worten: Bart Simpson is back 😉