Seit Jahrtauenden gilt Gold als das wertvollste aller Materialien und daher auch als sichere Wertanlage. Doch nicht nur Gold ist begehrt, selten und leicht zu lagern. Auch Palladium, Platin und Silber sind etwa sichere Wertanlagen in Krisenzeiten.
Der Rohstoffmarkt bietet stets ein gewisses Währungsrisiko – besonders in ungewissen Zeiten. Im Gegensatz zu Gold fallen für die Edelmetalle 19 Prozent Steuer an. Eine Ausnaheregelung besteht für ausländische Silbermünzen.

Silber

Silber gilt als die kleine Schwester von Gold und steht ihm doch in nicht vielem nach. Seit Urzeiten gilt Silber neben Gold als wichtigste Währung. Jedoch ist irgendwann auch alles Silber dieser Welt abgebaut. Schätzungen gegen davon aus, dass die natürlichen Vorräte bereits in rund 20 Jahren erschöpft sind. Auch wenn weitere Vorkommen erschlossen werden können, wird es immer schwieriger, Silber abzubauen.

Silber lohnt sich besonders für erfahrene Anleger. Der Kurs schwankt viel stärker, als der von Gold. Das liegt daran, dass der Markt recht klein ist. Silber kommt im Gegensatz zu Gold in vielen Branchen zum Einsatz. Sobald Konzerne weniger investieren, sinkt auch die Nachfrage und damit der Wert.

Platin

Platin zählt zu den wertvollsten Edelmetallen unserer Erde. Im Vergleich zu Gold und Silber wird Platin nur in einer geringen Menge abgebaut – hauptsächlich in Südafrika. Der Preis wird nicht nur durch die Seltenheit, sondern gerade durch das komplizierte und aufwendige Herstellungsverfahren bestimmt. Platin eignet sich genauso wie Silber und Gold als Eigenwert und Geldanlage in unsicheren Krisenzeiten. Die meisten Anleger haben sich in der vergangenen Zeit aber dennoch für Gold entschieden. Das liegt auch daran, dass nicht jeder Händler Platin anbietet. Viele Händler und Anbieter führen Platinmünzen und Stückelungen nur sehr unregelmäßig in ihrem Angebot.

Platin kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. So etwa in der Elektronikindustrie und Chemieindustrie. Auch für Uhren und anderen Schmuck nutzen Hersteller das seltene Edelmetall. Es wird auch von der Autoindustrie herangenommen, um Abgasemissionen zu reduzieren. Nachfrage, Preis und Wert werden also unter anderem von der Entwicklung auf dem Automarkt und der Nutzung von Dieselfahrzeugen abhängen.

Palladium

Palladium ist eher unbekannt und gilt auch als das günstige Platin. Dennoch gehört es zu den vier wichtigsten Edelmetallen am Rohstoffmarkt. Südafrika und Russland machen allein 80 Prozent der weltweiten Produktion aus. Das Angebot ist aktuell noch geringer als das von Platin. In Zeiten, in denen Platin teuer ist, kann Palladium als günstige Alternative herangezogen werden. Die Branchen Medizin und Elektrobranche nutzen das Edelmetall hauptsächlich. Zwei Drittel werden allerdings für Autokatalysatoren verwendet.
Daher gilt auch hier: je stärker die Nachfrage an Dieselfahrzeugen steigt, desto höher ist die Nachfrage an Palladium und desto höher ist auch der Wert. Da der Markt allerdings sehr klein ist, können schon kleine Änderungen und Neuentwicklungen den Kurs einbrechen lassen.