Julian Zawistowski, Piotr Janiuk und Andrzej Regulski haben mit Golem einen Supercomputer entwickelt, der auf Grundlage der Blockchain betrieben wird. Bei Golem handelt es sich um eine dezentralisierte Plattform für unabhängige Programmierer. Mit Hilfe der Plattform können diese auf eine kostengünstige Art und Weise ihre eigene Website erstellen. Das große Plus von Golem ist, dass die Programmierer ihre Unabhängigkeit von Big Data-Firmen wie Facebook oder Google bewahren können. Hinzu kommt, dass der Aufbau einer Website nicht mehr vom Besitz eines hochleistungsfähigen und damit teuren Rechners abhängig ist.

Aber wie funktioniert Golem überhaupt? Man muss sich die Plattform als eine gewaltige Rechenkapazität vorstellen, die dadurch gespeist wird, dass die Mitglieder der Community die Rechenleistung ihrer privaten Computer und Rechner in das Netzwerk einbringen. Dadurch, dass so viele Rechenleistungen miteinander verknüpft werden, können Vorgänge und Prozesse erheblich beschleunigt werden. Und mit der Steigerung der Produktivität gehen geringere Kosten einher.

Golem ist sowohl für die Programmierer als auch für diejenigen, die ihre Rechenleistung zur Verfügung stellen, eine Win-win-Situation. Die Programmierer werden lediglich für die Rechenleistung zur Kasse gebeten, die sie auch tatsächlich verbraucht haben. Und wer seine überschüssige Rechenleistung in das Netzwerk einbringt, der erhält als Gegenleistung eine finanzielle Belohnung in Form von Golem Network Token (GNT). Die Grundlage des Systems ist die Kryptowährung Ethereum.

Wer daran interessiert ist, bei Golem einzusteigen und seine eigene Rechenkapazität in das Projekt einzubringen, der sollte wissen, dass die Transaktionsgebühr im Golem-Netzwerk 5 Prozent beträgt. Mit diesen Einnahmen soll die Instandhaltung und Weiterentwicklung der Plattform sichergestellt werden.