Dieses Modell erlaubt es Privatpersonen oder KMU, sich Geld zu leihen, ohne dafür eine Bank in Anspruch zu nehmen. Der Vorteil des Crowdlendings ist die Schnelligkeit, mit der die Kreditanfragen behandelt werden. Es ist aber nicht für alle Firmen gut geeignet: „Angesichts der potenziellen Risiken bevorzugen die Investoren gut etablierte KMU, die vertrauenswürdig scheinen“, merkt Vincent Pignon an.

Auch der gemeinschaftliche Aspekt spielt eine grosse Rolle. 2011 war der Genfer Bäcker Eric Emery einer der ersten, die das Crowdlending für sich nutzten. Als sein Mietvertrag auslief, hatte er nicht genug Kapital, um seinen Betrieb in grösseren Räumen fortzusetzen. Dank seiner treuen Kundengemeinde erhielt er CHF 1,675 Millionen als Darlehen. Diesem neuartigen Konkurrenzmodell setzen die Bankinstitute etwas entgegen, indem sie ihre eigenen Crowdlending-Lösungen schaffen.