Und plötzlich geht alles ganz schnell: Liechtenstein erhält mit Eterbase die erste Kryptobörse. Und dies ist zugleich der erste „regulierte“ Ditigal Asset Exchange Europas. Denn wie die liechtensteinische Finanzaufsichtsbehörde und Eterbase diese Woche mitteilten, wird die Crypto-to-Crypto-Börse Eterbase nicht speziell reguliert werden und hat somit eine sofortige Bewilligung. Diese Entscheidung wird damit begründet, weil auf Eterbase in erster Linie Kryptowährungen mit Kryptowährungen getauscht werden. Der Umtausch in Fiatwährungen findet jedoch über Drittanbieter statt, die lediglich an die Börse angebunden sind. Eterbase konzentriert sich somit auf den Handel von rein digitalen Token. In einer ersten Phase werden 30 Token aufgeschaltet. Interessierte können sich via Webseite bewerben.

Die liechtensteinische Finanzaufsichtsbehörde verzichtet ebenfalls auf eine Regulierung des geplanten Initial Coin Offerings des XBASE-Tokens von Eterbase. Dieser Initial Coin Offering wird von der FMA als unabhängig vom Kryptogeschäft betrachtet. Trotzdem will die Börse Know-Your-Customer, AML und CTF-Due Dilligence Richtlinien für den Token Sale einführen. Diese Richtlinien sollen weit über das hinausgehen, was in der Branche üblich ist.

Abgesehen von dem XBASE Token Sale und dem Handel mit Kryptowährung hat Eterbase noch mehr geplant. So will die Börse eine EMI-Lizenz für den elektronischen Geldtransfer erwerben. Mit dieser Lizenz sollen Kunden überall im Euro-Raum Konto mit ihren IBAN-Nummern und ihren Kreditkarten auf Eterbase eröffnen können.

Liechtenstein plant gerade, ein umfassendes Blockchain-Gesetz zu prüfen. Im Moment befindet sich das Gesetz in der Vernehmlassungsphase. Mit dem Blockchain-Gesetz soll eine weitreichende Regulierung der Blockchain-Technologien, dem Handel mit Kryptowährungen und den ICOs geschaffen werden. Die Vernehmlassung ist in Liechtenstein ein normales Prozedere, wenn Gesetzesänderungen überprüft werden. Die Vernehmlassungsphase soll am 16. November dieses Jahres enden. Verabschiedet wird das Gesetz voraussichtlich erst im Jahr 2019.

Ziel der Gesetzesänderungen ist es, den Blockchain-Sektor zu regulieren und dadurch zu einer führenden Blockchain-Nation zu werden. Liechtenstein will mit dem Gesetz als erstes Land der Welt weitgehende Regelungen in diesem Bereich einführen. Dazu gehören laut dem Regierungschef Adrian Hasler jegliche Aktivitäten, die auf Systemen wie verteilten Ledgern und Blockchains beruhen. Die Rechtssicherheit steht ebenfalls auf der Agenda des Blockchain Acts. Unter anderem soll mit den neuen Regelungen jede Art von Asset tokenisiert und an einer Krypto-Börse gehandelt werden können. Das erfordert auch neue Sicherheitsstandards.

Quelle

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>> Eterbase ICO

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