Frankreich hat schon in der Vergangenheit Regelungen für die Bezahlung mit Kryptowährungen erlassen. So kam es durch diese zu einer Halbierung der Steuerlast auf solche Geschäfte. Nun hat sich der französische Staat auf Initial Coin Offerings (ICOs) konzentriert. Es stellt sich die Frage, ob die drittgrößte Volkswirtschaft der EU sich nun auf Kryptowährungen spezialisiert und daher zu einem attraktiven Handelsplatz wird.

Die Erarbeitung eines Rechtsrahmens

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire konnte bestätigen, dass sich seine Behörde und die gesamte Regierung damit beschäftigen. Richtlinien, die den Handel regulieren und damit sicherer machen, sind dabei in Planung. Da die ICOs derzeit nur wenigen Regeln unterliegen, sehen die Verantwortlichen hier Handlungsbedarf. Die französische Finanzaufsichtsbehörde Authorité des Marchés Financiers (AMF) ist nun durch diese Gesetze zur Ausstellung von Lizenzen verpflichtet. Diese stellen sicher, dass es zur Einhaltung der in Frankreich geltenden Regelungen kommt. Firmen, die mit ICOs hier Handel treiben möchten, benötigen dieses Zertifikat.

Die Vorteile, die sich dadurch für beide Seiten ergeben

Es kommt dadurch zu einer Steigerung der Attraktivität des Landes für Unternehmen, die auf diesem Sektor tätig sind. Die Gesetze sorgen für eine Erleichterung der Gesamtsituation, weshalb eine Ansiedelung hier eine neue Option darstellt. Auf diese Weise kommt es zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage des Landes, welche in den letzten Jahren viele Rückschläge hinnehmen musste. Interessenvertreter der Branche ließen Ihr Fachwissen einfließen und sorgten auf diese Weise für eine optimale Ausgestaltung der Regularien. Diese verabschiedete das Kabinett am 12. September. Schon durch die Steuerhalbierung auf 19 Prozent im Juli auf Kryptowährungen setzten die Verantwortlichen ein erstes Zeichen.

Quellen

>> Coinwelt: Frankreich: Neue Gesetze für ICOs