Der Bitcoinkurs fällt, wenn die Leute verkaufen. Und seit gestern am späten Nachmnittag ist ein Crash im Gange, wie ihn die Welt der Kryptowährungen schon länger nicht mehr gesehen hat. Warum? Über die genauen Gründe kann nur spekuliert werden. Es gibt allerdings einige Hinweise, denn gestern häuften sich die negativen News im Zusammenhang mit Bitcoin:

1. Shapeshift führt KYC-Regelung ein!

Die bekannteste Schweizer Geldwechstube der Welt führt auf einmal eine KYC (Know Your Customer) Regelung ein. Diese wird zwar euphemistisch als „Membership“ Modell getarnt und die ersten Anmeldungen gar mit einem neuen, sogenannten FOX-Token belohnt. Aber damit verwandelt sich Shapeshift praktisch über Nacht in einen konventionellen Exchange wo sich die Nutzer registrieren müssen. Alternativen wie Changelly, Flyp.me, Changenow und Coinswitch sind davon (noch) nicht betroffen.
Diese News konnte der Bitcoin-Markt noch halbwegs verkraften. Bei den Nachfolgenden Schlagzeilen gaben die Börsen dann auf breiter Front nach:

2. Russische Behörden beschlagnahmen 22 Bitcoin-Wechselautomaten

Die Russischen Behörden beschlagnahmten 22 Bitcoin ATMs in 9 verschiedenen Städten. Unter anderem auch in Rostow am Don, einem Austragungsort der Fussballweltmeisterschaft 2018. Angeblich auf Antrag der Russischen Zentralbank. Alle ATMs sind vom Betreiber BFpro, welcher gemäss dem russischen Zeitung RBC sagte, die Beschlagnahmung sei illegal. Denn alle ATMs hätten eine Bewilligung. An diesem ATMs kann man nur bei Beträgen unter 200 USD Bticoin ohne Verifizierung handeln. Bei höheren Beträgen muss die Telefonnummer, Nummer der Identitätskarte oder Pass und Sozialversicherungsnummer angegeben werden. Diese Newsmeldung wurde nicht weiter bestätigt und vieles ist auch noch unklar. Trotzdem war es wohl diese Meldung welche den ohnehin schon zitterigen Markt zum einstürzen brachte.

3. Goldman Sachs legt Bitcoin-Handelspläne auf Eis

Diese Meldung war dann mutmasslich der Hauptauslöser für den grossen Crash. Die Investement-Bank Goldman Sachs hatte sich in den letzten Monaten gegenüber Kryptowährungen stark geöffnet und über ein Tochterunternehmen mit Poloniewx sogar eine der grössten Kryptobörsen gekauft. Goldman Sachs wird zwar weiterhin im Bereich Kryptowährungen tätig sein, aber es machte das Gerücht die Runde, dass Goldman Sachs keine eigenen Börsen anbieten möchte. Unter anderem aus dem Grund, dass zuviele Unbekannte Faktoren wie die Regulierung im Speziellen noch nicht geklärt sind.

4. EU will Bitcoin stärker regulieren

Die Regulierer sind aus den Sommerferien zurück und wieder an der Arbeit. Jedenfalls dringen wieder Newsmeldungen aus den Regierungsbehärden. Gemäss einer Meldung auf Reuters will die EU die Börsen und insbesondere auch die Investitionen in ICOs viel stärker regulieren.
All diese News und Gerüchte zusammen erklären wohl den aktuellen Preiszerfall im Bitcoinkurs.

Quellen: