IOTA ist eine von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov in 2015 geschaffene Kryptowährung, die anders als der Bitcoin nicht auf der Blockchain-Technologie beruht.

Bei der Blockchain werden einzelne Transaktionen dezentral über das Netzwerk gesammelt und bestätigt und anschließend in Blocks zusammengefasst in der Blockchain eingegliedert. Als Belohnung für die Rechenleistung erhalten die Miner Bitcoins. Das ist jedoch ein Prozess der mittlerweile recht lange braucht und vor allem vergleichsweise viel Strom benötigt. Im IOTA Netzwerk geht das alles sehr viel schneller.

Die Transaktionen werden jedoch nicht in der Blockchain eingegliedert, sondern bilden Knotenpunkte in einem Tangle um einen Graphen herum. So können pro Sekunde Tausende von Transaktionen verarbeitet werden.

Die Anzahl bei Bitcoins liegt gerade einmal bei sieben. IOTA kommt dabei auch vollständig ohne Mining aus, was jede Menge Energie spart. Die Anzahl IOTA ist auf insgesamt 2.779.530.283.277.761 Iota, das sind 2.779.530.283 MIOTA (Mega IOTA), begrenzt.

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Für das Internet der Dinge geschaffen

Die ursprüngliche Intention von IOTA ist es, das Internet der Dinge weiterzuentwickeln. Maschinen und Geräte können mithilfe von IOTA selbst Transaktionen auslösen. Wenn etwa in einem Warenlager ein Produkt ausgeht, kann das Warenwirtschaftssystem eine Nachbestellung und anschließend auch die Bezahlung auslösen.

Für die gesendeten Transaktionen, muss da Warenwirtschaftssystem im Gegenzug Rechenleistungen erbringen. Die durch die hohe dezentrale Verarbeitungskapazität bei gleichzeitig niedrigem Stromverbrauch ist das IOTA Netzwerk praktisch wie geschaffen, um Anwendungen im Internet der Dinge voranzubringen. Das haben mittlerweile auch Teile der Industrie erkannt.

Volkswagen ist bei IOTA eingestiegen

Volkswagen hat sich zum Beispiel zusammen mit Bosch, Continental, NVIDIA und Aquantia in einer Allianz mit der in Berlin sitzenden IOTA-Stiftung zusammengeschlossen, um Anwendungen für das autonome Fahren voranzubringen.

Auch beim zukünftigen autonomen Fahren müssen viele Transaktionen zwischen Systemen und Geräten ausgelöst und anschließend auch bezahlt werden. Vor allem müssen die Transaktionen trotz hoher Anzahl effizient und schnell bei gleichzeitig niedrigem Stromverbrauch abgewickelt werden können. Die Zukunft wird zeigen, ob es IOTA hier in die Praxis schafft. In jedem Fall it hier ein hoher Grad an Standardisierung zwischen den Systemen notwendig.

Handel mit IOTA bislang nur auf Umwegen möglich

IOTA kann bislang nicht mit Fiatwährungen wie Euro oder US-Dollar direkt erworben werden. Wer sich ein IOTA-Wallet anlegen will, muss sich zuvor Bitcoins oder Ethereum kaufen, um diese anschließend in IOTA einwechseln zu können. Der Tausch kann bislang auch nur auf wenigen Marktplätzen wie Binance mit Sitz in Shanghai oder Bitfinex mit Sitz in Hongkong erfolgen.

Das trägt nicht unbedingt dazu bei, dass IOTA kurzfristig zu den bei Anlegern favorisierten Kryptowährungen wird. Dennoch ist das Potential gewaltig. Einige Experten sprechen sogar davon, dass IOTA das Potential hat den Bitcoins den Rang abzulaufen. Insgesamt tobt derzeit ein gewaltiger Konkurrenzkampf unter den Kryptowährungen. Letztlich kommt es darauf an, welche digitale Währung die höchsten Sicherheitsstandards und vertrauen auf sich vereinigen kann.