Das Ethereum-Netzwerk bietet basierend auf der Blockchain-Technologie ein Umfeld für Kryptowährungen. Außerdem können sogenannte Smart Contracts sowie Transaktionen über Dapps (Decenralized Apps) angelegt und verwaltet werden. Die „hauseigene“ Kryptowährung ist Ether (ETH), nicht zu verwechseln mit Ethereum Classic (ETC), die aus einer Abspaltung eines Teils des Gründerteams entstanden ist. Nach dem Bitcoin hat Ether bereits die zweitgrößte Marktkapitalisierung. Das Ethereum Netzwerk wurde 2013 von Vitalik Buterin, einem kanadischen Programmierer russischer Abstammung entwickelt und ist seit 2015 online.

Derzeit noch ein auf und Ab

Mit Ethereum ging es in der Vergangenheit genauso wie mit dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf und ab. Für die Zukunft wird es ganz darauf ankommen, wie sich Ethereum als Basissystem für andere Kryptowährungen und Smart Contracts Anwendungen etablieren kann. Hierbei gibt es bereits erste Erfolge. So testen bereits Banken die Abwicklung teils komplexer Transaktionen mit mehreren Beteiligten über das Ethereum-Netzwerk.

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Die Blockchain muss optimiert werden

So hatte letztens auch die Commerzbank bekanntgegeben, dass sie sich mit der Implementierung von Ethereum weiter beschäftigen will, um internationale Transaktionen dezentral und unabhängig von Nadelöhren wie Zentralbanken verarbeiten zu können. Das größte Problem von Ethereum ist, dass es ebenfalls auf der Blockchain Technologie und auf dem Proof of Work-Verfahren basiert, was die Durchschleusung von vielen Transaktionen gleichzeitig behindert. Daher wird derzeit mit Hochdruck an einer Umstellung zum Proof of Stake-Algorithmus gearbeitet, damit der Transaktionsverarbeitungsprozess und das Mining weniger kompetitiv und damit effizienter, auch hinsichtlich des Stromverbrauchs dafür, erfolgen können.

Erfolg hängt vom Vertrauen und der Praxistauglichkeit ab

Jedoch verbindet alle Kryptowährungen, dass ihr Erfolg am Vertrauen und von der Praxistauglichkeit abhängt. Von den derzeit sehr vielen Kryptowährungen werden sich am Ende vermutlich nur wenige durchsetzen können. Aktuell gibt es schon tausende von digitalen Währungen, wovon es einige wenige in das Listing auf die großen Marktplätze wie Coinbase, Kraken oder Bitfinex schaffen und andere wohl wieder in der Versenkung verschwinden werden. Dass Kryptowährungen die klassischen Währungen wie Euro oder US-Dollar ablösen werden, kann aktuell kaum erwartet werden.

Die Kryptowährungen müssen also ihren Platz, beispielsweise bei der Steuerung des Internets der Dinge, bei der Abwicklung internationaler Finanztransaktionen oder auch beim autonomen Fahren finden. Die digitalen Währungen, die das größte Vertrauen, die höchsten Sicherheitsstandards und die effektivste Verarbeitung von Transaktionen bei einem möglichst breiten Anwendungsspektrum auf sich vereinigen können, werden das Rennen machen.

Der Handel mit Ether ist aktuell immer noch durch Spekulanten geprägt, die das schnelle Geld im Auge haben und nur kurz in Ether & Co investieren. Das sorgt für eine extreme Volatilität und steht dem zu gewinnenden Vertrauen einer breiten Anlegerschaft entgegen.