Während seiner kurzen Existenz hat sich der Bitcoin erfolgreich diversen Herausforderungen, technischen Problemen und internen Kriegen gestellt. Er hat auch die unerbittliche Verfolgung durch Regierungen und mächtige Persönlichkeiten aus dem Finanzwesen überstanden. Dennoch ist der Bitcoin an sich nicht illegal, er hat unfairerweise nur einen schlechten Ruf.

Am Bitcoin ist nichts illegal!

Der Bitcoin muss definitiv sein Image aufpolieren. Viele assoziieren Kryptowährungen noch immer mit Cyberkriminalität, Drogenhandel, Betrug und anderen illegalen Aktivitäten. Skandale, Vorwürfe und Unterstellungen, die zu Hauf in der weltweiten Presse veröffentlicht werden, haben ihren Beitrag dazu geleistet, den Ruf des Bitcoin zu beschmutzen. Auffällig sind die Silk Road-Fälle, die insolvente Börse Mt. Gox Bitcoin sowie diverse Ransomware-Vorkommnisse.

Angesichts der Kontroverse und Verwirrung, die sich um Kryptowährungen ranken, vergisst man leicht, dass sie tatsächlich gar nicht illegal sind.

Tatsächlich belegen Daten, dass die Verwendung von Bitcoins in illegalen Aktivitäten nahezu vernachlässigbar ist.

Im Januar 2018 veröffentlichte Yaaya Fanusie, Director of Analysis der Foundation for Defense of Democracies´Center on Sanctions and Illicit Finance (CSIF) eine Studie mit dem Titel „Bitcoin Laundering: An Analysis of Illicit Flows into Digital Currency Services”. Die Studie kommt zu folgendem Schluss:

Weniger als ein Prozent der Bitcoin-Transaktionen werden für illegale Aktivitäten genutzt.

Dennoch hat der ungerechtfertigt zwielichtige Ruf des Bitcoins seine Adaptionszahlen reduziert und grosse Investoren verjagt.

SCHUTZMASSNAHMEN UND KONTROLLEN WIRKEN VERTRAUENSFÖRDERND

Den Ruf des Bitcoins wiederherzustellen drängt zunehmend. Daher diskutiert eine wachsende Zahl an Schlüsselpersonen aus dem Kryptoversum derzeit, wie man den Ruf des Bitcoins und anderer Kryptowährungen wiederherstellen können.

Dr. Cowan behauptet in seinem Artikel “Cryptocurrency: restoring reputation for the future,” dass die Steigerung der Attraktivität der Schlüssel für die Beseitigung illegaler Nutzung ist.

Diesbezüglich sagt Matt Bisanz, Financial Services Regulatory and Enforcement Associate bei Mayer Brown:

„Wir müssen nach wie vor mehr tun, um dort Vertrauen aufzubauen, wo Kriminalität selten ist oder wenig Auswirkungen auf den Kunden hat.“

Wenn Ihnen Ihre Kreditkarte gestohlen wird, verwenden Sie sie danach trotzdem weiter. Es hat geringe Auswirkungen. Bis Kryptowährungen auf einem Stand sind, bei dem Nutzer nicht solche Unsummen verliert, bleibt das grosse Fragezeichen.

Dennoch fasst Bisanz optimistisch zusammen, dass „die Schutzmassnahmen und Vorkehrungen kommen werden; sie werden Vertrauen aufbauen“.

Andererseits erklärt Tom Robinson, Mitbegründer und Chief Data Officer bei Elliptic, dass Richtlinien für und Kontrollen von Börsen den Kryptowährungen dabei helfen würden, ihren Ruf wiederaufzubauen.

Der Bitcoin hat wieder und wieder seine Stabilität und Unverwüstlichkeit bewiesen. Die wiederholten Hacking-Angriffe und andere illegale Aktivitäten beispielsweise machen den Bitcoin immun gegen solche Angriffe. Christian Ferri, President und CEO von BlockStar fasste zusammen:

Wie bei jeder Technologie ist Hacking auf kurze Sicht für einige problematisch; es ist jedoch ein grosser Antrieb für die Stärkung des Krypto-Ökosystems und macht es sicherer. Und das ist der Schlüssel für die breite Akzeptanz.

Somit werden der Bitcoin und die Kryptowährungen letztendlich stärker und sicherer. Früher oder später sorgen diese Stärke und Sicherheit für das nötige Vertrauen, um seinen Ruf wiederherzustellen.

Quellen