Seit einiger Zeit entwickelt der führende Blockchain-Zahlungsdienstleister BitPay interessante Methoden, mit welcher sich Zahlungsprobleme in diversen Branchen mit Hilfe von Bitcoin (BTC) oder Bitcoin Cash (BCH) lösen lassen. Die schlauen Köpfe von BitPay haben schon längst erkannt, dass Blockchain-Zahlungsmethoden (nicht nur!) in der Reisebranche für die Händler und auch die Kunden vorteilhaft sein können.

In diesem Blogeintrag sehen wir uns etwas genauer an, was Blockchain-Zahlungen gerade für Reiseveranstalter so attraktiv macht und stellen außerdem ein paar Erstanwender der Technologie vor.

Der Ärger mit herkömmlichen Zahlungsmitteln im Zusammenhang mit Reisen könnte bald der Vergangenheit angehören – Blockchain sei Dank.

In der Tourismusbranche gehören Probleme mit Überweisungen per EC- und Kreditkarte zu den Evergreens.
Flugticketkäufe und Hotelbuchungen werden heutzutage praktisch nur noch online abgewickelt – und oft handelt es sich dabei nicht gerade um kleine Geldbeträge. Eine heikle Angelegenheit also. Tatsache ist: so mancher hat sich bei diesen Online-Zahlungen schon über Kreditkartenbetrüger ärgern müssen. Auf diese Weise verschwindet weltweit jedes Jahr eine Menge Geld. Da wundert es keinen mehr, dass eine Reihe von Reisedienstleistern schon lange händeringend nach vernünftigen Alternativen für Kreditkartenzahlungen suchen.
Da kommen Blockchain-Zahlungsmethoden, insbesondere der Bitcoin, gerade recht, zumal sie einige der gängigen Probleme im globalen Zahlungsverkehr elegant lösen können.

1. Zahlungen in Länder, die Kreditkarten nicht akzeptieren

Trotz voranschreitender Globalisierung gibt es immer noch eine Reihe von Ländern, in denen EC- und Kreditkarten nicht ohne Weiteres akzeptiert werden. Allerdings ist Internetanschluss mittlerweile praktisch überall gang und gäbe. In solchen Schwellenländern bieten sich also Zahlungen mit Hilfe von Bitcoin und Bitcoin Cash geradezu an, denn diese universellen Zahlungsmittel können überall dort angewendet werden, wo es auch einen Internetanschluss gibt. Somit können Verbraucher ihr Geld rund um den Globus schicken, ohne mit verschiedenen Währungen jonglieren zu müssen. Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle auch die anfallenden Bearbeitungsgebühren für Transaktionen, die Dank BTC und Konsorten um einiges geringer ausfallen können.

2. Betrugsfälle und kostspielige Rückbuchungen von Überweisungen

Es ist hinlänglich bekannt, dass Kredit- und Debitkartenzahlungen ein gefundenes Fressen für Online-Betrüger sind. Aber nicht nur das: es kommt viel zu oft zu langen Wartezeiten bei der Abwicklung von Rückbuchungen – die wiederum das Risiko, einem Betrugsfall zum Opfer zu fallen, vergrößern, und zudem noch mit höheren Gebühren für die Händler einhergehen. Und wer trägt die Kosten für diese Gebühren? Genau, der Kunde. Und zwar in Form von unnötig höheren Preisen für Produkte und Dienstleistungen. Win-win sieht anders aus.
Die gute Nachricht: Blockchain-basierte Zahlungen sind frei von diesen Risiken. Wenn ein Kunde eine Zahlung mit Bitcoin/Bitcoin Cash tätigt, kann er dies guten Gewissens tun, da er dabei keinerlei vertrauliche Informationen von sich preisgibt. Betrüger haben in diesem Fall kein leichtes Spiel. Zudem fallen für Händler keine Kosten für PCI-Compliance an. Da außerdem Bitcoin und Bitcoin Cash sogenannte „Push“-Zahlungsmethoden sind, kommt es auch nicht zu Rückbuchungen.

3. Lästige Bearbeitungsgebühren bei EC- und Kreditkartenzahlungen

Damit die Kreditkartenunternehmen Betrugsfälle geringhalten können, verrechnen sie in der Regel Unkostenentschädigungen, die letztendlich immer der Kunde zu tragen hat. Diese Mehrkosten schlagen sich in unliebsamen Bearbeitungsgebühren bei Händlern nieder und machen zumeist 2 – 3 % der Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen aus.
Zusätzliches Geld verschlucken außerdem, speziell in der Tourismusbranche, Gebühren für den anfallenden Währungsumtausch. Wer dies bezahlen darf, ist Ihnen wohl klar. Verbraucher zahlen in der Regel bis zu 3 % mehr als nötig, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung außerhalb ihrer Landesgrenzen bezahlen.
Blockchain-Zahlungen hingegen können diese Mehrkosten weitgehend aus dem Weg schaffen. BitPay zum Beispiel verrechnet den Händlern nur eine Gebühr von 1 %.

Dürfen wir vorstellen: die Tourismus-Pioniere in puncto Bitcoin-Zahlungen

Von Flug bis Hotelzimmer: die untenstehenden Händler, die virtuelle Währungen annehmen, ermöglichen Ihnen – zumindest in Geldfragen – ein relativ stressfreies Reisevergnügen, bei dem Sie ihre Online-Zahlungen einfach mit BTC abwickeln können.

Selbstverständlich gibt es bereits weltweit eine Reihe von Hotels mit Bitcoin-Akzeptanz. Finden können Sie diese auf coinmap.org.

Ein paar der mit BTC operierenden Reiseunternehmen stellen wir Ihnen an dieser Stelle vor:

Destinia

Die in 92 Ländern verfügbare Plattform Destinia ist ein Online-Reisebüro für Flüge und Hotels. Bereits seit Jahren akzeptiert Destinia Zahlungen über BitPay. Die Einträge, die der Händler dank Bitcoin und Bitcoin Cash bereits erzielen konnte, sprechen Bände. Zum Beispiel haben von 2014 bis ins erste Quartal im Jahr 2015 Bitcoin-Kunden um 35 % mehr Geld ausgegeben als Kreditkartennutzer, und um 50 % mehr als PayPal-Nutzer.

9flats.com

Weltweit stellen Privatpersonen auf der Appartement-Plattform 9flats.com, Airbnb nicht ganz unähnlich, über 6 Millionen Ferienwohnungen zur Verfügung. Auch hier ist das Bezahlen mit Bitcoin für die Reisenden kein Problem.
Das Unternehmen wurde im Jahr 2011 gegründet und akzeptiert die virtuelle Währung seit 2013.

airBaltic

Auch die Fluggesellschaft airBaltic bietet seinen Kunden die Möglichkeit, ihre Flüge mit Bitcoins zu bezahlen. Auswählen können sie bei diesem Anbieter aus rund 60 Flugdestinationen auswählen.
„Die Option, Blockchain-basierte Zahlungen zu akzeptieren, sehen wir als unumgänglichen und innovativen Schritt, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu erhöhen.“ – Martin Gauss, CEO airBaltic

Virgin Galactic

Für diejenigen unter uns, die gerne mal eine Ecke weiter reisen möchten: auch das Raumfahrt-Unternehmen Virgin Galactic bietet die Option, mit Bitcoin zu zahlen.

Sir Richard Branson, der Gründer von Virgin Galactic, ist sich sicher: es sind Währungen wie Bitcoin, Clincle oder Square, denen im globalen Zahlungsverkehr die Zukunft gehört und sie passen daher perfekt zur Reisebranche, die sich derzeit rasant weiterentwickelt.

Wie Sie selber sehen können, sieht es momentan mit der Anzahl von Reiseanbietern, die diesen Schritt bereits gewagt haben, auf den ersten Blick noch eher dürftig aus. Allerdings heißt dies noch lange nicht, dass es sich bei der Einbindung von virtuellen Zahlungsmitteln um weit entfernte Zukunftsmusik handelt, denn eines ist sicher: Bitcoin und weitere Kryptowährungen sind in allen global führenden Reiseunternehmen im Gespräch oder bereits in der Vorbereitungsphase. Manche von den Unternehmen haben Bitcoin-basierte Zahlungen wenigstens teilweise implementiert, siehe zum Beispiel Expedia.com (bisher allerdings nur in der US-Version verfügbar).