Im Gegensatz zum generellen Trend in Kanada, das als eher kryptofreundlich gilt, blockiert die Bank of Montreal sämtliche Transaktionen mit Kryptowährungen. Die Richtlinie, die bisher noch nicht offiziell verlautbart wurde, betrifft sämtliche digitalen Währungen und soll dem Schutz dienen.

Die fünftgrößte Bank Kanadas verbietet ab sofort alle Transaktionen mit Kryptowährungen. Dabei sind neben sämtlichen Online-Zahlungen auch Debit- bzw. Kreditkarten betroffen. Die Entscheidung wurde jedoch nicht offiziell bekanntgegeben, sondern ist internen Memos zu entnehmen. Bankkunden erhielten lediglich die Fehlermeldung „Transaktion nicht möglich“, wenn sie eine entsprechende Transaktion durchführen wollten. Die Bank of Montreal, die in der Vergangenheit Kryptowährungen alles andere als abgeneigt war, verweist auf deren „unbeständige Natur“. Das Krypto-Verbot soll demzufolge dem Schutz der Bank und der Sicherheit der Kunden dienen.

Gegen den Trend

Im Gegensatz zur Bank of Montreal stehen kanadische Institutionen Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie grundsätzlich offen gegenüber. Dies gilt sowohl für staatliche Einrichtungen als auch für private Unternehmen. So ist beispielsweise geplant, dass der Identitätsnachweis der Einwohner zukünftig mithilfe der Blockchain möglich sein wird. Darüber hinaus gab der Fast-Food-Riese Kentucky Fried Chicken bekannt, dass er Zahlungen von nun an auch via Bitcoin akzeptiert. Schließlich lockte ein kanadisches Energieunternehmen mit der Bereitstellung von Strom zur Schürfung von Kryptowährungen. Ein Aufruf, der großen Andrang aus dem Ausland zur Folge hatte.