In vielen Ländern nehmen die Vertreter staatlicher Institutionen gegenüber Kryptowährungen eine skeptische bis ablehnende Haltung ein. Anders in Liechtenstein: Dort plant der Fürst, einen Teil des Familienvermögens in Bitcoin und Konsorten zu investieren.

Liechtenstein ist zwar das sechstkleinste Land der Erde. Der liechtensteinische Fürst besitzt jedoch mit geschätzten 5 Milliarden US-Dollar das grösste Vermögen aller Monarchen Europas. Einen kleinen Teil dieses Vermögens will die Fürstenfamilie nun in Kryptowährungen investieren, wie Erbprinz Alois anlässlich eines Interviews mit dem Nachrichtensender CNBC mitteilte.

Der geschäftsführende Stellvertreter des Fürsten schränkte allerdings ein, für direkte Investitionen in Bitcoin und andere digitale Währungen fehle dem Fürstenhaus das nötige Fachwissen. Seine Familie setze daher vor allem auf Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds. Kryptowährungen seien eine riskante Anlagekategorie, doch die Blockchain werde viele Geschäftsfelder verändern. Die Blockchain-Technologie könne auch die Staatsverwaltung effizienter machen.

Liechtenstein will Krypto-Hub werden

Nicht nur das Fürstenhaus sieht grosses Potenzial beim virtuellen Geld und der Blockchain. Der Verein „Crypto Country Association“ möchte Liechtenstein neben dem Kanton Zug zu einem führenden Krypto-Hub machen. Die Vereinsgründer glauben, die Zuger Behörden seien mit Anfragen von Krypto-Startups überlastet. Davon könne Liechtenstein profitieren. Denn im Ländle sei die Verwaltung beim Erteilen einer Bewilligung viel schneller.

Mit der Bank Frick besteht zudem ein erstes Liechtensteiner Finanzinstitut, das seinen Kunden den Handel mit Kryptowährungen ermöglicht. Im Angebot befinden sich die fünf wichtigsten Coins: Bitcoin, Ether, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin.

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