Obwohl Südkorea zu den Ländern mit den höchsten Bitcoin-Handelsvolumina weltweit zählt, steht die Regierung Kryptowährungen skeptisch gegenüber. So wurde kürzlich von staatlicher Seite verlautbart, dass Beamte keinerlei Kontakt mit Kryptowährungen haben dürfen.

Das Verbot beinhaltet sowohl den Handel als auch den Besitz von Kryptowährungen und gilt für sämtliche Staatsangestellte. Das bedeutet, dass die Regelung auch jene Beamte betrifft, die sich im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit mit Kryptowährungen beschäftigen. Die Frage, die sich dabei stellt, ist, wie mit bereits vorhandenem Besitz von Coins umgegangen wird. Eine eindeutige Antwort auf diese Problemstellung hat die südkoreanische Regierung noch nicht gegeben. Gleiches gilt für die Ausgestaltung der Strafen bei Nichteinhaltung des Kryptowährungsverbots. Wie Medien berichten sind disziplinarische Maßnahmen geplant, die davon abhängen, ob der Handel im privaten Bereich oder während der Arbeitszeit getätigt wurde.

Ablehnung gegenüber Kryptowährungen

Die südkoreanische Regierung steht Kryptowährungen bereits seit längerer Zeit äußerst skeptisch gegenüber. Bereits vor der Einführung des Handelsverbots mussten sämtliche Beamte ihre Geschäfte mit Kryptowährungen offenlegen. Hinzu kommt die Herausgabe eines „Code of Conduct“, der den vorgeschriebenen Umgang mit Coins beinhaltet. Die Veröffentlichung des Verhaltenskodexes war die Reaktion auf bekanntgewordenen Insiderhandel von Staatsbediensteten.

Ende letzten Jahres kam gar das Gerücht eines totalen Handelsverbots mit Kryptowährungen auf. Obwohl die Regierung dieses zurückwies, raten einige Institutionen ihren Mitarbeitern von Investments ab. Bei all diese Verboten und Empfehlungen darf nicht vergessen werden, dass Südkorea das drittgrößte Bitcoin-Handelsvolumen der Welt aufweist.

Quellen

>> 20-somethings most active in virtual currency investment: survey
>> South Korea: 20 Year Olds “Most Active” in Cryptocurrency Investment
>> Südkorea: Krypto-Verbot für Beamte

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