Die zukunftsweisende Technologie der Blockchain, die Grundlage für Digitale Währungen wie Bitcoin ist, soll in Chile zukünftig genutzt werden, um das nationale Stromnetz zu kontrollieren. Wie die Energiekommission des südamerikanischen Landes auf ihrer Internetseite bekannt gab, soll mithilfe der Blockchain das Vertrauen von Investoren gestärkt werden. Mit dem Versprechen einer zuverlässigeren Kontrolle sollen künftig mehr Gelder in das schnell wachsende Stromnetz fließen können.

Blockchain verschafft Sicherheit

Mit der Blockchain-Technologie sollen die Preise am Strom- und Treibstoffmarkt automatisch und zuverlässig überprüft werden. Wie die im Energieministerium angesiedelte Kommission Comisión Nacional de Energía mitteilte, soll dadurch auch die Einhaltung der chilenischen Energiegesetze sichergestellt werden. Das zielt unter anderem auf die Umsetzung der strengen Umweltrichtlinien des Landes.

Wirtschaftswachstum sichern

Während die Wirtschaft des Landes mit großen Sprüngen wächst, ist das Stromnetz in den vergangenen Jahren mit großen Versorgungsschwankungen negativ aufgefallen. Um auch weiterhin den ständig steigenden Energiebedarf der Industrie decken zu können, müssen dringend Investitionen her. Experten gehen davon aus, dass der Energiebedarf des Landes in zwei Jahren doppelt so hoch sein werde wie heute.

Energie günstiger machen

Dazu kommt, dass Chile derzeit zu den teuersten Energiemärkten der Region zählt. Um im Wettbewerb mit den ebenfalls aufstrebenden Nachbarländern mithalten zu können, sind hier Effizienzsteigerungen nicht zu vermeiden. Die Implementierung der neuen Blockchain-Technologien soll helfen, diese Herausforderung zu meistern. Zwar haben die Behörden Chiles bisher keine eigenen Erfahrungen mit der Technologie machen können. Der Privatsektor zeigt dagegen viel Fleiß bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Das Know-how ist damit bereits im Land.

Quellen

>> Chile setzt auf Blockchain zur Kontrolle des landesweiten Stromnetzes