Für einmal sei hier nicht eine Serie von Netflix noch Amazon empfohlen, sondern ganz anachronistisch die 6-teilige Serie „Bad Banks“, die ZDF zusammen mit Arte produzierte. Diese Serie wurde Anfangs März ausgestrahlt und erhitzte die Gemüter. Bad Banks kann in der ZDF Mediathek noch bis Ende August angesehen werden. Allerdings liefert der staatliche Videoplayer vom ZDF nicht gerade beste Bildqualität und man braucht auch eine deutsche IP-Adresse. Einfacher ist es, diese Serie beispielsweise auf Streaming Seiten wie Serienstream.to anzuschauen. Vor dem Besuch besser das AdBlocker Plugn aktivieren und dran denken: Niemals etwas herunterladen! Anyway.. worum geht es in dieser Serie?

Es geht um die Zockereien der Banken und den Finanzcrash, leere Bankomaten und vor allem auch um die Intriegen in der Teppichentage. Das Ganze spielt natürlich in Frankfurt, wo auch die grossen Deutschen Banken zuhause sind. Kommt das Gut?

Man muss eis einfach sagen: Dieser Film bedient sich so ziemlich jedem Klissche, welche man über Banker hat. Dennoch ist dieser Streifen äusserst unterhaltsam. Was nicht zuletzt auch an den starken Leistungen der Schauspielern liegtt. Es wird also gekoskst und rumgehurt, gekündigt und gemobbt. Immerhin auf eine unterhaltsame und manchmal sogar intelligente Art und Weise. Und ganz am Ende, ja da müssen dann die Steuerzahler das ganze Desaster bezahlen weil sich der Staat schlussendlich mit den Banken ins Bett legt. Und was ist die Moral von der Geschicht: Noch mehr Regulierung bringt es nicht. Das Bankwesen regulieren zu wollen, hat zu den abstrusesten Scheinfirmen und Schattenbanken geführt — und schlussendlich zum Finanzcrash und Bankrun(*). Und da wird noch mehr Regulierung sicher nicht helfen. Wenn, dann vielleicht eine neue Art von Finanzwesen, ein Finanzwesen welches allen barrierefrei offensteht und keine Zwischenhändler und Staaten braucht. Ja, die Monokultur der Zentralbanken hat vielleicht ausgedient. Soweit geht Bad Banks allerdings nicht. Lösungsansätze werden nicht aufgezeigt.

Bad Banks

Lassen Sie ihr Geld auf der Bank. Ihr Geld ist sicher?

Dieser Film beantwortet allerdings eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Kann der Untergang einer Bank das Finanzsystem zum Wackeln bringen? Kann daran eine ganze Volkswirtschaft einen kurzfristig irreparablen Schaden nehmen? Sicher! Die Finanzkrise im Zuge der Lehman-Pleite in den USA ist schon zehn Jahre her. Wirklich „überwunden“ wurde die Finanzkrise nicht. Der schwarze Schwan ist nur noch etwas dicker, fetter und grösser geworden.

Fazit

Auch wenn Bad Banks komplett fiktional ist, die Charakteren und Banken erfunden, kommt das Ganze der Realität doch ziemlich nahe. Tatort Frankfurt sozusagen, endlich wieder einmal grossartige Unterhaltung aus dem Hause ZDF und Arte. Digitale Währungen wie Bitcoin fehlen in der Serie leider gänzlich.

Bad Banks: Trailer

Quellen

>> Welt.de: Wie realistisch sind die Klischees aus der Serie „Bad Banks“?
>> IMDB „Bad Banks“

(*) Mit einem Bankrun ist ein sogenannter Bankensturm gemein. Von einem Bankensturm spricht man, wenn sehr viele Anleger ihre Einlagen, also Kontoguthaben, abheben möchten. Dies passiert dann, wenn sie erfahren dass ihre Bank in Schwierigkeiten steckt oder bei grosser Defaltion, wenn sich das Geld generell sehr schnell entwertet wen ein ganzer Staat zahlungsunfähig ist. Dies führt zu grossen Problemen da nur ein Bruchteil des Geldes welches im Umlauf ist, in Papierform besteht. Der grösste Teil des Geldes ist digitales Buchgeld. Es kann daher auch niemals alles an alle in Bargeld ausbezahlt werden.