FedEx will sich massgeblich an der Entwicklung von Blockchain-Standards für die Transportbranche beteiligen. Deshalb ist der amerikanische Logistikgigant der Blockchain in Transport Alliance (BiTA) beigetreten. Daneben arbeitet FedEx an verschiedenen Blockchain-Projekten.

Heute benutzen FedEx-Kunden und von FedEx beauftragte Transportunternehmen oft untereinander inkompatible Tracking-Systeme, um Sendungen zu verfolgen. Das kann in Konfliktfällen dazu führen, dass FedEx nicht weiss, was mit einer Lieferung passiert ist.

Einheitliche Tracking-Lösung

Die Lösung für das Problem sieht der international tätige Logistikdienstleister, der jährlich mehr als 1,25 Milliarden Pakete versendet, in der Blockchain. Diese ermögliche den Aufbau einer sicheren Kontrollkette und habe das Potenzial, die Transportbranche zu verändern, meint Dale Chrystie, der bei FedEx für Analyse und Planung zuständig ist. „Wir glauben, dass die Blockchain den Datenaustausch auf sehr sichere Weise vereinfacht.“

FedEx ist es daher wichtig, sich frühzeitig an der Entwicklung von Blockchain-Standards für die Transportindustrie zu beteiligen. Aus diesem Grund ist das Unternehmen der letzten November gegründeten Vereinigung BiTA beigetreten, wie das auf den Transportmarkt spezialisierte Nachrichtenportal FreightWaves meldet. Zu den Mitgliedern der BiTA zählen unter anderem auch der Konkurrent UPS und der deutsche Softwarehersteller SAP.

Mehr Transparenz im Konfliktfall

FedEx konnte bereits erste Erfahrungen mit Blockchain-Anwendungen sammeln. So arbeitet der Logistikriese an einem Pilotprojekt, das die Blockchain verwendet, um bessere Transparenz bei Konfliktfällen zu gewährleisten. Das Projekt soll zeigen, welche Daten zur Konfliktlösung in der verteilten Datenbank gespeichert werden müssen. Zudem geht es FedEx darum, die Skalierbarkeit und Performance der Blockchain zu testen. Das Unternehmen erwartet, die Blockchain-Technologie über die ganze Lieferkette hinweg für viele weitere Anwendungen einsetzen zu können.

Quellen