Eine Ausschreibung von UNICEF zur Förderung von Start-ups im Bereich der Blockchain-Technologie wurde in dieser Woche veröffentlicht. Die Voraussetzung: es müssen offene Blockchain-Lösungen entwickelt werden, die für die Hilfsprojekte des Kinderhilfswerkes gedacht sind.

UNICEF Blockchain

Gemäß Ausschreibung soll insgesamt eine Summe von 50.000 – 90.000 USD ausgeschüttet werden um dieses Vorhaben wahr zu machen. Mit dieser Aussage bewahrheitet sich die Mitteilung des Kinderhilfswerkes von vor einem Jahr.
Bedingung für diese finanzielle Unterstützung: Es muss an Open-Source-Blockchains gearbeitet werden, welche im Missionsgebiet der vereinten Nationen für Aufgaben und Hilfsprojekte im humanitären Bereich genutzt werden können.
Mit dem Geld sollen die entsprechenden Start-ups in der Lage sein, Pilotprojekte zu entwickeln und bereits laufende Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. In der Ausschreibung genannte Beispiele sind unter anderem Smart-Contracts, Token und Mining.

Doch es wird nicht nur ein finanzieller Anreiz geboten. Auch mit technischer und ideeller Unterstützung wird in der Ausschreibung geworben.
Die Frist für die Bewerbung auf die Ausschreibung von UNICEF läuft nun bis zum 28.02.2018.

Ausweitung des Blockchain-Portfolios

Das Blockchain-Portfolio wird durch die Vereinten Nationen im Rahmen ihrer nachhaltigen Entwicklungsziele ständig weiter ausgebaut.
So hatte beispielsweise UNICEF schon letztes Jahr im August die Aussage getroffen, das Ethereum-Blockchains und Smart Contracts genauer für ihre Zwecke untersucht werden sollen. Mittels dieser neuen Technologien soll das Spenden sammeln einfacher werden. Im November wurde bereits das Start-up 9Needs aus Südafrika mit 100.000 USD gefördert.

Noch ein Beispiel dafür, dass es funktioniert ist das Pilotprogramm „Building Blocks“ vom Word Food Program WFP. Hier sollte das Ethereum-Blockchain nicht zum Sammeln von Spenden oder Hilfsgelder verwendet werden, sondern für deren sichere und vor allem schnelle Verteilung. Sowohl in Pakistan, als auch in Jordanien wurde dieses bereits getestet. In 2018 sollen nun auch Tests in weiteren Ländern folgen.

Und noch eine Blockchain-Initiative sorgte für einiges Aufsehen. Um im Kampf gegen den Kinderhandel voranzukommen setzten die Vereinten Nationen im letzten Jahr auf ein in der Welt einmaliges Pilotprojekt auf Distributed-Ledger-Technologie.

Dank dem sehr breit gefächerten Engagement in der Blockchain-Technologie werden die Vereinten Nationen langsam aber sicher zu einem Vorbild für weitere international agierende Hilfsorganisationen.

>> Ankündigung in der Medienmitteilung UNICEF vom Februar 2016
>> Ausschreibung: UNICEF Funding Opportunity for Blockchain Start-ups

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