Die jüngsten Schätzungen zeigen, dass 21 Prozent des globalen Bitcoin-Volumens in der Südkoreanischen Landeswährung, dem Koreanischen Won, abgewickelt werden. Was aber macht Bitcoin für koreanische Trader abseits des derzeitigen Rekordlaufs der Kryptowährung so spannend? Die Idee, das gegenwärtige Geldsystem zu ersetzen, ist in Südkorea verbreiteter als in anderen Nationen – und das aus drei Gründen.

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Erstens aufgrund der angespannten Situation mit Nordkorea. Anhand ihres Nachbarn haben die Südkoreaner eine ganz klare Vorstellung davon, welche Auswirkungen ein totalitäres Regime auf den Wohlstand seiner Bevölkerung hat.

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Zweitens ist der Glaube der Südkoreaner auch in ihr eigenes System aktuell auf einem Allzeittief: Die ehemalige Präsidentin Park Geun-Hye wurde aus ihrem Amt verdrängt ist und Samsung-CEO Lee Jae Yong wurde wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet.

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Und drittens verlangt der Handel mit Bitcoins einen gewissen Appetit nach Risiko, der in Südkorea besonders stark ausgeprägt ist.

ICO und Bitcoin Futures Verbote

Zwar geben die Gesetzgeber in Südkorea ihr Bestes, um die Situation in den Griff zu bekommen, haben damit aber zusehends Mühe. Bereits im September haben sie ICOs (Initial Coin Offerings) verboten und jetzt auch den Handel mit Bitcoin-Futures. Doch trotz oder gerade wegen diesen Verboten scheinen Bitcoin&Co in Südkorea immer populärer zu werden.