Naja, das mag jetzt auf den ersten Blick komplett absurd anmuten, aber gemäss Zeitungsberichten behauptete gesern ein Ex-Praktikant einer Firma von Seriengründer Elon Musk, dass Musk die Krypotwährung Bitcoin erfunden habe. Elon dementierte das Gerücht umgehend – und beklagt, einen Bitcoin-Bruchteil verlegt zu haben. Aber wenn man etwas über die Elon Musk als Satoshi Nakamoto These nachdenkt muss man attestierten, dieser Gedanke ist nicht mal so abwägig: Satoshi ist wahrscheinlich Elon.

1. Satoshi ist wahrscheinlich Elon

Ist Elon dazu in der Lage, Bitcoin zu erfinden? Wahrscheinlich.

  • Das Bitcoin-Paper aus dem Jahr 2008 wurde von jemandem verfasst, der ein tiefgehendes Verständnis von Wirtschaft und Kryptowährungen besitzt. Elon hat einen wirtschaftlichen Hintergrund und schrieb Internet-Software auf Produktionsniveau für Zip2 und X.com/Paypal.
  • Bitcoins Quellcode wurde von einem Meister der Programmiersprache C++ geschrieben. Elon scheint ein ausgeprägtes Verständnis für C++ zu haben und besteht auf deren Einsatz bei X.com und SpaceX.
  • Von seiner Erfahrung einmal abgesehen, ist Elon ein autodidaktischer Universalgelehrter. Er hat durch das Lesen themenspezifischer Bücher und die Anwendung des entsprechenden Wissens schon wiederholt fachübergreifend Innovationen umgesetzt. Auf diese Weise hat er Raketen gebaut, den Hyperloop erfunden (den er der Öffentlichkeit über ein Paper zugänglich gemacht hat) und möglicherweise den Bitcoin erfunden.

Hätte er ihn erschaffen wollen? Wahrscheinlich.

  • Es war das Jahr 2008 (die große Rezession), und er war möglicherweise motiviert, dem mangelnden Vertrauen in die Banken durch die Erschaffung einer Währung zu begegnen, die eben diese Banken nicht mehr benötigen würde.

Klingt das ursprüngliche Bitcoin-Paper nach Elon? Irgendwie schon.

  • Die charakteristische Argumentationsweise bei Darlegung der Grundprinzipien. Die Berechnung der Größenordnungen. Und der legere Gebrauch des Ausdrucks „bloody hard“ in Forum-Posts.

Wäre Elon für zehn Jahre anonym geblieben? Wahrscheinlich, aus Prinzip.

  • Satoshi hat Bitcoin als Peer-to-Peer-Währung geschaffen, die keine zentrale Verwaltung benötigt.

Hat Elon 2014 seine Identität mit diesem Tweet preisgegeben? Vielleicht.

Ist es möglich, dass Elon keinen einzigen Bitcoin besitzt und trotzdem Satoshi ist? Ja.

  • Elon hat öffentlich bekannt gegeben, dass er keinerlei Bitcoin besitzt, was zu einem „Guten Satoshi“ passt, der alle seine privaten Passwörter gelöscht hat. Das bedeutet, dass Satoshis eine Million Münzen (im Wert von ca. 8 Milliarden $) für immer verschwunden sind.

Könnte hinter Satoshi eine von Elon geführte Gruppe von Leuten stehen? Wahrscheinlich nicht.

  • Satoshi könnte eine Kollaboration von Musk, Nick Szabo und Hal Finney sein. Es erscheint allerdings wahrscheinlicher, dass Elon deren Forschungspapiere gelesen hat, sich von ihnen inspirieren ließ und das Projekt alleine umgesetzt hat.

Würde Elon ein Pseudonym wählen, dass ein Anagramm ist für „Und so ging ein Mann kacken“? Natürlich.

2. Musk ist wie Franklin

Elon erkennt die dringendsten Probleme unserer Zeit und widmet sich deren Lösung: nachhaltige Energie, das Leben auf mehreren Planeten, die Sicherheit von künstlicher Intelligenz. Die Gesamtsumme seiner Aktionen hat die Chance auf eine gute Zukunft für mehr Menschen ernsthaft erhöht.

Ben Franklin hat ebenso „zum richtigen Zeitpunkt das getan, was getan werden musste“. Er war ein universalgelehrter Unternehmer, der ebenso öffentliche Schriften für das allgemeine Wohl verfasst hat, z.B. „A Modest Enquiry into the Nature and Necessity of a Paper-Currency“ (eine bescheidene Untersuchung der Natur und Notwendigkeit einer Papierwährung).

Und Franklins Pseudonym der Wahl? „Silence Dogood“ (Tu Gutes im Stillen).

Franklin und Musk haben noch ein paar andere Dinge gemeinsam. Beide

3. Bitcoin könnte seine Hilfe gebrauchen

Der Bitcoin kämpft mit einigen Problemen. Im August hatte er einen großen Einbruch und ist diesen Monat gerade um einen weiteren herumgekommen. Die Bestätigung einer Transaktion dauert mindestens 10 Minuten und sein Durchsatz ist 5000-mal geringer als der von Kreditkarten.

Sollte Elon Satoshi sein, würde dieses Wissen früher oder später ohnehin an die Öffentlichkeit gelangen. Wäre dieses jedoch bereits jetzt bekannt, könnte Elon als „Gründungsvater“ der Währung seine Hilfe anbieten (Vitalik Buterin übernimmt diese Funktion für Ethereum). Elon könnte Änderungen der Blockgröße und des Lightning-Netzwerks koordinieren und Bitcoin somit mehr Menschen zugänglich machen.

Elon – wenn du Satoshi bist: vielen Dank. Wenn nicht, naja, danke für den Tesla Roadster.

Quelle

>> Handelszeitung: Elon Musk findet seinen Bitcoin nicht