Was über das Wochenende auf den Krypto-Märkten passiert ist, war sehr interessant und einzigartig. Nachdem die SegWit2x-Hard-Fork vergangene Woche abgesagt worden ist, herrschte am Markt noch stärkere Volatilität als wir es ohnehin gewohnt sind.

Wild her ging es vor allem bei Bitcoin Cash (BCH), ein eher neuer Player in der Krypto-Szene, der am 1. August als Alternative zu Bitcoin geschaffen wurde. In weniger als 60 Stunden ist der Preis von BCH von 637 US-Dollar pro Coin bis auf 2.500 US-Dollar angestiegen, bevor es die meisten Zugewinne wieder abgegeben hat. Für die Miner von Kryptowährungen war es für wenige Stunden profitabler, Bitcoin Cash zu ‚minen‘ als Bitcoin. Dies veranlasste viele kurzerhand zu einem Wechsel.

Die Hashrate, also die Mining-Power von Bitcoin Cash, hat die von Bitcoin überstiegen. Und obwohl die Mining-Profitabilität nun wieder ihr vorheriges Niveau erreicht hat, sind viele Miner noch nicht wieder zur klassischen Bitcoin zurück gewechselt und es bleibt ein großer Rückstau unbestätigter Transaktionen in der Bitcoin-Blockchain. Es könnte eine Weile dauern, die ausstehenden 122.000 Transaktionen abzuarbeiten. Bis dahin müssen die Nutzer entweder eine höhere Gebühr bezahlen oder ein wenig länger warten, bis ihre Transaktionen bestätigt werden. Zum Höhepunkt des Chaos lag die Anzahl der unbearbeiteten Transaktionen sogar bei 176.000.

Der größte Teil der Kursgewinne von BCH kam direkt von Bitcoin, nach einem beträchtlichen Pullback von seinem Allzeithoch von 8.000 US-Dollar. Auch DASH konnte von den Kursverlusten von Bitcoin profitieren. Nachdem der Preis vor einer Woche aus seinem Konsolidierungsdreieck ausgebrochen ist, erlebte er am Sonntag einen Ausbruch von 340 auf 430 US-Dollar.“