Derzeit untersucht die norwegische Zentralbank die Möglichkeit einer baldigen Ausgabe von digitalen Währungen. Jon Nicolaisen, stellvertretender Vorsitzende der Norge Bank, zeigte sich interessiert an der Tatsache, die Unterschiede zwischen herkömmlichem Geld und digitalen Währungen herauszufinden. Dabei rechtfertigte Nicolaisen die Untersuchungen dahingehend, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen immer beliebter werden würden. „Man muss einen drohenden Rückstand vermeiden“, so der stellvertretende Vorsitzende gegenüber der norwegischen Akademie für Wissenschaft. Nicolaisen verwies zudem auf die Tatsache, dass nicht nur die norwegische Zentralbank Untersuchungen anstellen würde; auch andere Banken würden sich bereits mit Kryptowährungen befassen.

Digitale Währungen werden immer beliebter

Nicolaisen weiß, dass es vor allem die Peer-to-Peer- und anonymen Eigenschaften sind, die viele User schätzen und mitunter die Gründe sind, warum Kryptowährungen immer beliebter werden. Derartige Eigenschaften sollen auch die zukünftigen Zahlungsmethoden haben. „Digitale Währungen, die dafür sorgen, dass der Nutzer anonym bleibt, gibt es schon. Zu bedenken ist, dass derartige Währungen auch dann weitergenutzt werden können, wenn etwa das Bankensystem zusammenbricht. Am Ende benötigen wir nur eine intakte Internetverbindung“, so Nicolaisen. Diese Eigenschaften sind es schlussendlich, die dafür sorgen, dass die norwegische Zentralbank nun Untersuchungen anstellt. Es wäre also denkbar, dass in naher Zukunft Kryptowährungen ausgegeben werden. Mitunter könnte auch eine App folgen; mit der speziellen App könnten die Konsumenten anonyme Zahlungen durchführen. „Somit wäre die App eine ideale Ergänzung zum Bargeld“, ist der stellvertretende Vorsitzende überzeugt.

Nicht nur Norwegen: Auch andere Banken interessieren sich für Kryptowährungen

Doch die Norge Bank ist nicht das einzige Institut, das sich intensiv mit den unterschiedlichen Kryptowährungen beschäftigt. Heutzutage gibt es bereits zahlreiche Institutionen und Zentralbanken, die sich mit der Blockchain-Technologie befassen und kein Geheimnis daraus machen, in naher Zukunft auch Kryptowährungen vertreiben zu wollen.