Es gibt viele Menschen ohne Bankkonto, sogenannte „Unbanked People“. Gemäss einer Schätzung nach leben alleine 2 Milliarden Menschen ohne Bankkonto in sogenannten Emerging Markets, also Schwellenmärktemärkte, Ländern und Städte wo die Wirtschaft rasant wächst.

Die Bevölkerung wächst, die Preise und oft auch die Löhne steigen an und somit erhöhen sich auch die Einkommen. Zusammen mit der Modernisierung und Digitalisierung steigt der Bedarf nach einem Bankkonto und anderen Finanzdienstleistungen. Leider können gerade in derartigen Ländern nicht alle ein Bankkonto eröffnen. Und genau an diesem Punkt möchte das Unternehmen Humaniq ansetzen. Humaniq plant Finanzdienstleisungen wie Versicherungen, P2P Kreditvergabe und Dienstleistungen diverser Drittanbieter für Leute ohne Bankkonto anzubieten.

Warum haben „The Unbanked“ kein Bankkonto?

In Vietnam leben über 30% der Menschen ohne Bankkonto. Bei 90 Millionen Einwohnern sind das immerhin 30 Millionen. In Kambodscha, so schätzt man, sollen es sogar über 45% sein. Warum haben diese Leute kein Konto? Nicht selten trauen diese Leute den Banken nicht mehr. Weil sie durch einen Krieg oder einen Regimewechsel mal alles verloren hatten. In anderen Fällen fehlt es an Bildung sowie Informationen und manchmal gibt es auch einfach keine Bank in der Nähe. In Brasilien leben an die 50 Millionen Menschen die 100 km oder weiter bis zur nächsten Bankfiliale zurücklegen müss(t)en. In den Phillipinen gibt es mehr als 7’000 Inseln und wohl nur auf einem Bruchteil dieser Inseln gibt es Banken.
In ganz vielen Fällen möchten die Menschen allerdings ein Bankkonto, werden aber von den Banken abgelehnt. Weil sie keinen permanenten Wohnsitz haben, diesen nicht bestätigen können oder weil sie keine Identitätspapiere wie beispielsweise Pass oder Identitätskarte haben. Aber selbst wenn alle Papiere stimmen, manchmal lehnen die Banken auch grundlos Anträge ab; unbegründet.

Ethereum Humaniq Banking

Humaniq, Bitcoin und Fintech

Bitcoin kann eine Lösung sein. Denn viele dieser Unbanked People haben zwar kein Bankkonto, aber ein Smartphone. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis diese Leute Bitcoin entdecken, verstehen und sehr wahrscheinlich auch nutzen werden. Genau an diesem Punkt möchte Humaniq ansetzen: Zusätzlich zu „reinen“ Bitcointransaktionen plant Humaniq eine Banking App, die viele weitere Dienste, auch von Drittanbietern, vereint. Diese App basiert auf der intelligenten Ethereum Blockchain. Die App ist bereits in Entwicklung und diese App ist das Schlüsselprodukt von Humaniq: Diese App lässt sich via Bioemtrischen Daten absichern und dieser Identifikationsprozess soll Papiere wie Pässe und Identitätskarten ersetzen. Humaniq möchte sich mit einem Crowdsale, der am 6. April starten soll(*), finanzieren. Eigentlich sollte das Crowdfunding bereits Anfang dieses Jahres über die Bühne gehen. Nun wollen sich die Macher aber nochmals etwas Zeit geben und sich mit den Chinesischen Regulierer und Interessenten treffen. Denn gerade aus diesem Land sollen starke Partner Interesse bekundet haben, gemäss Aussagen des Humaniq CEOs:

“I’ve been in close contact with our Chinese partners, and our internal information shows us that there is strong interest in this ICO among Chinese blockchain community members. Therefore, we’re going to show some solidarity and good faith to our friends in China, and push back the ICO so that they don’t miss out on early investor rewards,”

Wer mehr von Humaniq erfahren möchte, dem sei die BlockShow Europe 2017 empfohlen (30% Rabatt mit dem Code BITCOINSCHWEIZ). Dort ist Humaniq vor Ort und sponsert unter anderem ein Startup-Hackaton.

Video: What is Humaniq

Quellen

[1] http://www.act.org.kh/launching-citizenship-rights-of-khmer-krom-in-cambodia-jan2017/
[2] https://blog.humaniq.co/

(*) Diese soll nicht als Investement Tipp verstanden werden, fast sämtliche Informationen stammen aus einer Pressemitteilung von Humaniq selber.

Foto (c) Humaniq