Die amerikanische Zentralbank arbeitet an einer eigenen Digitalwährung. Zunächst soll es sich laut Zentralbank-Chef Jerome Powell lediglich um erste Forschungen handeln. Bis zur Einführung seien die Risiken sorgfältig abzuschätzen und rechtliche Fragen zu klären.

Die ersten Tests wurden bereits vor einigen Wochen und Monaten durchgeführt. Ziel ist zunächst die Erweiterung des Erfahrungsschatzes und der Forschungsergebnisse. Auf der Grundlage dieser Daten könnte dann bereits im kommenden Jahr eine Zentralbank-Digitalwährung in Auftrag gegeben werden. Zu den wichtigsten Themen, die im Vorfeld geklärt werden müssen, gehören Sicherheit, Finanzstabilität, Betrieb und Beaufsichtigung. Als problematisch gestalten sich aktuell Faktoren wie der Wunsch nach Anonymität, der mit einer Zentralbank-Währung nur schwer vereinbar ist.

„Wenn die Digitalwährung transparent designt wäre, um damit einer illegalen Nutzung entgegenzuwirken, dann müsste die US-Zentralbank wohl eine Datenbank aller Zahlungsaktivitäten führen, die mit der Digitalwährung abgewickelt werden.“

Neue Digitalwährung muss sorgfältig überwacht werden

Die Anfrage an die Federal Reserve wurden von den zwei US-Parlamentariern republikanischen Politiker French Hill Bill Foster gestellt, die im Land für die finanziellen Gesetzgebungen zuständig sind. Diese gehen nach der Antwort von Powell von weitreichenden Implikationen für die amerikanische Geldpolitik aus. Eine genaue Überwachung und Untersuchung sei deshalb unabdingbar.

Bill Foster zeigt sich angesichts der Pläne erleichtert. Er befürchtet, die USA könne im Vergleich zu anderen Ländern den Einstieg in das wichtige Thema verschlafen. Ein großer Wettbewerbsnachteil und eine damit verbundene Abschwächung der Dominanz des US-Dollar wäre die Folge. Bislang sind noch keine weiteren Informationen zu der neuen Digitalwährung bekannt.