Der Handel mit Kryptowährungen in China ging in der Vergangenheit mit strengen Verboten einher. Der starke Kursanstieg des digitalen Goldes am letzten Wochenende scheint aber durchaus mit den neuesten Ereignissen des Landes zusammenzuhängen.

Nachdem am Samstag ein neues Kryptographiegesetz verabschiedet wurde und sich der Präsident Xi Jinping positiv gegenüber der Blockchain-Technologie zeigte, stiegen die Suchanfragen auf chinesischen Plattformen. „Blockchain“ und „Bitcoin“ waren dabei Keywords, die am häufigsten vertreten waren.

China verabschiedet neues „Kryptographiegesetz“

Die Blockchain kann einiges. Oder zumindest ist dies bei der Technologie, die sich hinter ihr verbirgt, der Fall. Nachdem Präsident Xi Jinping seine Unterstützung zu Weiterentwicklung der Blockchain veröffentlichte, folgte sogleich ein neues Kryptographiegesetz. Dieses wurde am letzten Samstag verabschiedet und soll ab dem 1. Januar des nächsten Jahres in Kraft treten.
Das Kernziel des chinesischen Kongresses besteht dabei in der Beschleunigung der Blockchain-Entwicklung. Diese wird in China bereits als großer Vorteil betrachtet und soll zukünftig stärkere Anwendung finden.

Die Blockchain muss nicht nur für Kryptowährungen wertvoll sein

Die Blockchain-Technologie bildet das Herz des Krypto-Netzwerks. Doch sie kann einiges mehr, als man denkt. So schrieb ihr Präsident Xi Jinping ein breites Anwendungsspektrum zu, das in China von der Finanzierung verschiedener Unternehmen über den Nahverkehr bis hin zur Bekämpfung von Armut reicht.
In einem Statement gegenüber den Ausschussmitgliedern des chinesischen Kongresses sagte Xi, dass die Blockchain als wichtiger Durchbruch für die unabhängige Innovation von Kerntechnologien betrachtet werden müsse.

Bitcoin und Blockchain sind die gefragtesten Keywords bei WeChat

Nach WeChat ist der Handel mit BTC oder anderen Kryptowährungen verboten. Entsprechende Suchanfragen überschwemmten die chinesische Plattform in den letzten Tagen allerdings stärker als zuvor.

Nach Angaben des WeChat-Index lag die Suche nach „Bitcoin“ bei etwa 1,3 Millionen sowie die Suche nach „Blockchain“ bei etwa 9,2 Millionen Anfragen. Das Suchvolumen stieg insbesondere am selben Tag an, an dem sich Präsident Xi Jinping positiv zur Technologie der Blockchain äußerte. Die Zusicherung seiner Unterstützung erhöhte die Suchanfragen, die zuvor bei 572.000 beziehungsweise 777.000 gelegen hatten.

China könnte Auslöser für die bullische BTC-Welle sein

Nach Changpeng Zhao, Gründer der momentan größten Krypto-Börse Binance, könnten die Ereignisse in China für den Kursanstieg des digitalen Goldes gesorgt haben. So könnte unter anderem die Unterstützungserklärung des chinesischen Präsidenten Ursache für eine bullische Welle des BTC-Kurses gewesen sein.

Gleichzeitig herrscht jedoch bei vielen anderen Krypto-Nutzern die Meinung vor, dass dem nicht so sei. Weder China noch die Ereignisse des Landes sollen Auswirkungen auf den Bitcoin besitzen.

Gabor Gurbacs glaubt beispielsweise, dass viel mehr der Verlauf der CME Futures sowie die Festnahme des Crypto-Capital-Chairman Einfluss auf den Bitcoin ausgeübt haben könnten.

Erst die Blockchain, dann der Digital Yuan

Auch wenn sich der chinesische Präsident positiv gegenüber der Blockchain äußerte, so gilt diese Aussage wirklich nur für deren Technologie. Während dieser Unterstützung zugesichert wurde, will die chinesische Regierung nämlich nichts vom Bitcoin oder anderen digitalen Währungen wissen.

Die Technologie der Blockchain soll allerdings verwendet und weiter ausgebaut werden. Beispielsweise soll auf diese Weise der digitale Yuan entwickelt werden. Die staatliche Krypto-Währung sorgte dabei in China bereits für Gerüchte und soll von der chinesischen Zentralbank eingeführt werden. In den kommenden Monaten soll der digitale Yuan dann an sieben bedeutende Institutionen Chinas ausgegeben werden.