Die österreichische Niederlassung der Beratungsfirma EY verleiht jährlich den Titel des Entrepreneurs of the Year. Der Gründer von Catalysts, Christoph Steindl, konnte sich in diesem Jahr den Gesamtpreis sichern. In der Startup-Kategorie konnten die Gründer von Bitpanda, Eric Demuth und Paul Klanschek, den Wettbewerb gewinnen.

Der Titel wird jährlich durch die Beratungsfirma EY vergeben und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen für österreichische Unternehmer. Im Juni 2020 wird das Finale des Wettbewerbs in Monte Carlo stattfinden, die Alpenrepublik wird dabei durch Christoph Steindl vertreten. Er gründete catalysts im Jahr 2005 und verkaufte seine Firma im Mai diesen Jahres an die deutsche Firma Crisp Research. Über dem Kaufpreis liegt der Mantel des Schweigens. Catalysts konnte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 22 Millionen Euro vermelden.

Eric Demuth und Paul Klanschek konnten in der Startup-Kategorie einige namhafte Gründer hinter sich lassen. Storebox und PlanRadar legten ein beachtliches Wachstum hin, doch Bitpanda wurde zum Sieger in dieser Kategorie gekürt. Das Initial Exchange Offering der Firma liegt bei 44 Millionen Euro und täglich werden auf der Kryptobörse Trades in Höhe von einer Million Euro abgewickelt. Man geht aktuell davon aus, dass die Firma in einem Jahr den Unicorn-Status erreichen wird.

In der Social-Kategorie konnte Martin Rohla mit Habibi & Hawara den Sieg einfahren. Er verwies damit Nina Poxleitner, Lisa-Maria Sommer und Julian Richter von More Than One Perspective auf den zweiten Platz.

Warum Bitpanda?

Unternehmerische Leistung

Eric Demuth und Paul Klanschek hatten 2013 die Idee, Aktienportfolios für jedermann zugänglich zu machen. 2014 gründeten sie Bitpanda. Das österreichische Fintech-Unternehmen zählt seither zu Europas führenden Handelsplattformen für den Kauf und Verkauf von digitalen Assets wie Bitcoin. Die Gründer haben von Beginn an auf Nach-haltigkeit gesetzt, daher existiert für jedes Produkt ein eigener Revenue-Stream.

Geschäftsentwicklung

Bitpanda wurde im Dezember 2014 gegründet und hat bereits 2016 den Break-even-Point erreicht. Über Bitpanda kann jeder einfach Kryptowährungen und digitale Assets kaufen und verkaufen. Diesen August ist Bitpanda mit einer eigenen Börse online gegangen, die über Tokens funktioniert und so gerade für Klein- und Mittelunternehmen eine passende Alternative zu einem Börsengang sein soll. Mit seinem Ecosystem Token BEST konnte Bitpanda im August 2019 43,6 Millionen Euro im Zuge eines Initial Exchange Offering (IEO) einsammeln.

Innovationskraft

Eric Demuth und Paul Klanschek glauben an die innovative Kraft von Kryptowährungen, digitalisierten Assets und die Blockchain-Technologie. Ihr Ziel ist es, die Barriere für persönliche Finanzen abzubauen und traditionelle Finanzprodukte ins 21. Jahrhundert zu bringen. Die anfänglichen Hürden der Regularien sehen die Unternehmer mittlerweile als Chance und gleichzeitig als Sicherheit. Mit einer PSD2-Zahlungsdienstleister-Lizenz, modernster Sicherheit und optimierter Benutzerfreundlichkeit ist Bitpanda zu einer beliebten und anerkannten Handelsplattform für Anfänger und Experten geworden.

Zukunftsfähigkeit

Bitpanda plant nach eigenen Angaben immer nur ein Jahr voraus, doch oberste Priorität hat für die beiden Unternehmer die Digitalisierung aller Assetklassen — Gold, Silber und vielleicht auch künftig Real Estate. Der Fokus liegt auf dem Ausbau des Kerngeschäfts und der Erschließung neuer Märkte mit der eigenen Börse „Bitpanda Global Exchange“. Generell soll die Plattform in Zukunft mehr Serviceleistungen bieten und modular ausbaubar sein. 60 Entwickler arbeiten täglich an neuen Produkten.