Momentan gibt es im kleinen Zürcher Money Museum eine Sonderausstellung zum Thema Bitcoin. Ehrlich gesagt ging ich ohne grosse Erwartungen hin, da Bitcoin ja an sich eine komplett digitale Angelegenheit ist und die Diskussion dazu offen im Web rsp. auf Social Media-Netzwerken stattfindet. Wie kuratiert man ein drartig digitales Thema?

Im Museum angekommen war ich dann doch positiv überrascht: Die Auswahl der Exponate ist gut gelungen und die Themenauswall wurde m.E. sinnvoll vorgenommen. Im Weiteren macht es Spass, das Thema Bitcoin in einem Umfeld von Münzen aus Zeiten wie bsp. der Römischen Republik zu betrachten. Kurz: Ein Besuch im Money Museum erweitert definitiv den Horizont.

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Ganz einfach zu finden ist das Museum nicht, immerhin ist der Weg dorthin ab der Stadtion Hadlaubstrasse der Seilbahn Rigiblick gut beschildert, sodass man auch mit den „Open Source-Verkehrsmitteln“ gut hinfindet. 😉
Jürg Conzett, der Gründer des Money Museums, gibt in einem Video einen kurzen Einblick in die Ausstellung. Leider lässt sich das Video nicht einbetten, aber es kann auf dieser Website angesehen werden. Zum Inhalt der Ausstellung: es gibt drei Teile – der Finanzaspekt, der Technologieaspekt und der Konsumentenaspekt. Die Ausstellung zeigt auf, aus welchen „Strömungen“ Bitcoin entstanden ist, wie das Netzwerk betrieben wird, usw. Auch die Geschichte des Bitcoin wird thematisiert. Dazu räumt die Ausstellung mit einigen gängigen Klischees auf, was mir besonders gut gefiel und absolut Sinn macht. Einige der Infos sind auf interaktiven Screens abrufbar:

 

Money Museum

Die Geschichte des Bitcoin auf Screens

..andere Exponate sind physisch „erlebbar“:

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Exponate der Sonderausstellung „Bitcoins – Währung oder Netzwerk?“

… und dann gibt es auch Exponate, von deren Existenz ich bis anhin nichts wusste und deren Zweck rsp. Nutzen sich mir nicht ganz erschliesst wie bsp. dieses hier:

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Bitcoin Siegel für Paper-Wallets?

Und jetzt komme ich zum Kritikpunkt: In der Ausstellung hätte man noch vermehrt andere Aspekte der Technologie Bitcoin betonen können, nicht bloss den Geldaspekt. Aber gut, es ist ja auch das Money Museum. Im Weiteren wäre ein funktionierendes Gäste-WLAN nützlich. Dann könnte man die Besucher auch gleich erste Transaktionen machen lassen, welche auf einem Live-Monitor via Blockchain dargestellt werden könnten. Im Moment ist Big Data in Verbindung mit Real Time Analysen ja gerade das Thema in der Bitcoin Community.
Bevor ich jetzt komplett ins Fantasieren abrutsche, verbleibe ich mit folgender Empfehlung: Besucht das Money Museum in Zürich, es lohnt sich und dies nicht bloss wegen der gelungenen Bitcoin Sonderausstellung. Die Ausstellung verschafft einen Sinn stiftenden Einblick ins Thema Bitcoin und auch die Einbettung in die Geschichte des (modernen) Geldes und die Schmuck-, Ritual- und Federgelder sowie weitere Zahlungsmittel indigener Völker macht Spass.

MoneyMuseum Zürich

Ausstellungsadresse:
Hadlaubstrasse 106, CH-8006 Zürich
Tel. +41 44 350 73 80
e-mail: information@sunflower.ch

Öffnungszeiten

Jeden Freitag von 10 – 17 Uhr (ausgenommen Feiertage). Führungen Mo–Fr nach Voranmeldung (an Feiertagen geschlossen); Preis auf Anfrage.
nicht rollstuhlgängig
Eintritt frei