Facebook zählt 2,4 Milliarden Nutzer, will seine eigene Digitalwährung „Libra“ auf den Markt werfen und ist damit eines: eine Bedrohung für das Finanzsystem. So sehen es die Finanzminister Deutschlands und Frankreichs, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in einer Studie betont. Nach Olaf Scholz ist eine Parallelwährung nicht zu akzeptieren und 88 % der 193 gefragten Finanzexperten sehen in unregulierten Kryptowährungen eine Gefahr für das Finanzsystem.

Die Kritik zieht sich fort: Sind Digitalwährungen bis 2030 Hauptzahlungsmittel? Nur 23 % der Experten sehen das so. Doch auch wenn man Digitalwährungen reguliert, unter Aufsicht stellt und rigoros kontrolliert, beruhigt das die Experten nicht nur 45 % schreiben ihnen unter diesen Bedingungen eine „wohlfahrtsfördernde“ Wirkung zu.

Experten sagen Digitalgeld keinen globalen Siegeszug voraus
Finanzmarktexperten rechnen für das nächste Jahrzehnt nicht mit einem globalen Siegeszug von Digitalgeld und einer massenhaften Verbreitung neuer Krypto-Zahlungsmittel.

So steht es in einem aktuellen Artikel im renomierten Schweizer Finanzmagazin Cash.ch.

China tanzt aus der Reihe

Während Zentralbanken, Politiker und Aufsichtsbehörden sich in verhehlter Panik die Haare raufen, ist einer ganz ruhig: China. Es sagt Facebook den Kampf an und bringt seine eigene Digitalwährung heraus und dass viel schneller als Facebook: Nach Finanzmagazin „Forbes“ bereits am 11. November; hingegen will sich Facebook noch bis zur ersten Jahreshälfte 2020 Zeit lassen.

Indem China so vorprescht, könnte es eine Vorreiterrolle in Digitalwährungen einnehmen so urteilen die gefragten Experten und orakeln: Wenn Chinas Zentralbank eine eigene Digitalwährung herausbringt, könnte diese 2020 genauso bedeutend sein wie heute Bitcoin.

Fazit der Studie ist: Weil Deutschland und Frankreich Kryptowährungen kritisch gegenüberstehen, drosselt die Studie die Erwartungen für einen Aufstieg der Digitalwährungen. Doch es gibt eine Minderheit, die das anders sieht: Digitalwährungen vereinfachen den Geldtransfer enorm deshalb könnte Facebooks „Libra“ das Finanzsystem ins Wanken bringen.