Die ostafrikanische Binnenrepublik Burundi verbietet den Handel mit Bitcoin und weiteren Kryptowährungen. Nach Angaben der Zentralbank von Burundi wurde diese Maßnahme „zum Schutz der Verbraucher“ eingeführt.

„Virtuelle Währungen werden auf unregulierten Online-Plattformen weltweit gehandelt. Ihr Wert ist sehr volatil, was zu spekulativen Transaktionen führt, die den Nutzern Verluste bringen. Dabei gibt es keine Rechtsschutzmöglichkeiten im Falle des Werteinbruchs der Kryptowährungen oder der Schließung von Kryptowährungsplattformen“

erklärte die Regierung des afrikanischen Staates.

„Da Kryptowährungen nicht von einer zentralen Behörde emittiert werden, können digitale Vermögenswerte nicht als legitimes Zahlungsmittel fungieren“.

Des Weiteren sollten Bürger „Vorsicht walten lassen“ und Finanztransaktionen nur über „von der Zentralbank ordnungsgemäß autorisierte Finanzinstitute“ durchführen. Das Verbot betrifft auch internationale Überweisungen in Kryptowährungen, die – nach Angaben der Weltbank – im Jahr 2018 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Burundi ausmachten.

Der Leiter des Micro-Finance-Department der burundischen Zentralbank Alfred Nyobewumusi teilte Bloomberg im Interview mit, dass sich einige Bürger seines Landes an die Regierung gewandt hätten, als sie beim Handel mit Kryptowährungen ihr Geld verloren hätten.

Es sind nun alle Kryptowährungen im Land verboten. Außerdem sollten „einschneidende Maßnahmen“ gegen diejenigen ergriffen werden, die sich nicht an das Verbot halten. Der hohe Bankbeamte machte allerdings keine genauen Angaben darüber, wie viele Menschen in welchen Währungen und an welchen Börsen ihre Investitionen verloren.

Burundi ist nicht das erste afrikanische Land, das restriktive Schritte gegen Kryptowährungen einleitet. Noch im Jahr 2017 kündigten Regierungen von Nigeria und Simbabwe an, sowohl Kryptowährungen, als auch die Blockchain-Technologie eingehend zu prüfen und möglicherweise auch zu verbieten.