Handelskonflikt zwischen den USA und China, Niedrigzinspolitik der US-Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank, weltweite Angst vor einer neuen Rezession – der private Anleger ist in höchstem Maße verunsichert, wie er sein mühsam Erspartes über die bestehenden und kommenden Krisen retten soll. Dies hat zur Folge, dass aktuell eine der ältesten Währungen der Menschheit eine nahezu beispiellose Renaissance erlebt: Gold.

Goldpreis erreicht immer neue Höchststände

Lag der Kurs für die Feinunze des Edelmetalls vor genau einem Jahr noch bei etwa 1.200 US-Dollar, mussten Käufer in der letzten Augustwoche des Jahres 2019 bereits über 1.520 US-Dollar für die gleiche Einheit hinterlegen – so viel wie seit 6 Jahren nicht mehr. Tendenz: steigend.

„Gold wird wahrscheinlich bis zum Ende des Jahres auf 2.000 US-Dollar steigen“, ist etwa David Roche, Wirtschaftsexperte und Präsident von Independent Strategy, gemäß seiner Aussage im Rahmen eines Interviews beim US-Sender CNBC überzeugt.

Der Chef des größten bankenunabhängigen Edelmetallhändlers in Deutschland – Robert Hartmann von pro aurum – nennt den August 2019 einen „absoluten Rekordmonat“ in Bezug auf die Kundenzahl. Er verweist ebenfalls auf die in der Einleitung genannten Gründe, warum immer mehr Anleger ihr Geld in Gold umschichten.

Gold auch bei ETFs und ETCs höchst beliebt

Als Anleger muss man Gold jedoch nicht zwingend in physischer Form erwerben, um von der aktuellen Kursentwicklung zu profitieren. Einer sehr großen Beliebtheit erfreuen sich derzeit auch viele Gold-ETFs und -ETCs. Dies sind börsengehandelte Indexfonds beziehungsweise Inhaberschuldverschreibungen, anhand derer man über einen entsprechenden Onlinebroker vergleichsweise kostengünstig in Rohstoffe, Aktien oder Anleihen investieren kann.