Auf Ende September schliesst der Handelsplatz Bitcoin Co. Ltd. aus Thailand. Auf der Plattform wird es nicht mehr möglich sein, Bitcoins zu kaufen. oder mit der Kryptowährung zu handeln. Das teilte die Krypto-Börse auf ihrer Website mit.

Zum 30. September wird der Betrieb von Bitcoin Co. Ltd. vollständig eingestellt. Das Unternehmen wolle sich in Zukunft auf andere Geschäftsfelder konzentrieren. Was bedeutet das für die Kunden?

Kunden sind gezwungen alle Trading-Aktivitäten einzustellen. Kryptowährungen müssen von der Seite abgezogen werden. Die Krypto-Börse plant nicht, weitere Lizenzen zu beantragen. Um alle Bitcoins von der Börse abzuziehen, haben Nutzer einen Zeitraum bis zum 01. November. Die Betreiber versichern, dass alle Einlagen sicher sind.

Was ist in Thailand los?

Wie auch Schweizer Bloggende direkt aus Thailand berichten, verlassen viele Expats, Rentner und ausländische Arbeitnehmende das Land. Einerseits ist sicher der starke Baht mit ein Grund. Diverse Rentner und Digital Nomads, die ihr Einkommen aus dem Ausland beispielsweise in Euro verdienen, können mit den aktuellen Preisen nicht mehr mithalten. Dazu kommt, dass die Militärregierung die bestehenden VISA-Regelungen immer strikter ausführt. Zudem müssen Ausländer täglich ihren Aufenthaltsort melden und und und.. Darunter leiden in erster Linie die lokalen Geschäfte. Insbesondere die Ferienorte, welche in der Nebensaison von Expats und Arbeitern besucht wurden, sind momentan grösstenteils leer, die Kunden bleiben aus. Dazu kommen neue Gesetze welche explizit auf Ausländer abzielen: Aktuell bezahlen Ausländer in einem Thai-Spital mehr, für die gleiche Behandlung im selben Spital.

Strenge Auflagen in Thailand

Auch digitale Währungen wie Bitcoin werden in Thailand vergleichsweise streng behandelt. Der südostasiatische Staat habe seine Gesetz erst kürzlich verschärft, um Geldwäsche beizukommen. Die internationalen Standards wollen gewahrt bleiben. Bitcoinbörsen müssen seit dieser Gesetzgebung Aktivitäten und Kundendaten an die zuständigen Behörden senden. Datenschutz ist hier also staatlich nicht gegeben. Beamte sollen so Betrügern schneller auf die Schliche kommen. Die Richtlinien der Financial Action Taskforce (FATF) dienen als Orientierung. Vor allem Empfänger und Absender, die Bitcoins in hohen Summen (mehr als 1.000 US-Dollar) handeln, sollen offengelegt werden.

Digital Exchange startet 2020

Ein Lichtiblick gibt es allerdings: Die staatliche Thailändische Börse plant einen digitalen Exchange; ein Exchange für digitale Währungen wie Bitcoin, Aktien und auch Security Token. Thailands The Stock Exchange of Thailand (SET) plant das Rollout auf 2020. Zudem will Thailand seine Wirtschaft und Städte komplett modernisieren und die Regierung hat unter dem Namen Thailand 4.0 ein ambitioniertes Projekt erarbeitet.