Südkorea ist dafür bekannt eine Vorreiterrolle in der vierten industriellen Revolution zu übernehmen und spannenden Technologien besonders offen gegenüberzustehen. Insbesondere die Hauptstadt Seoul besticht dabei durch Wirtschafts- und Innovationskraft.

So ist es nicht verwunderlich, dass Seoul die Schaffung einer digitalen Währung mit Einsatz in der öffentlichen Verwaltung plant. In einem Interview mit CoinDesk Korea hat Park Won-Soon, Bürgermeister von Seoul, erste Pläne vorgestellt.

Die S-Coins sind dabei Teil einer größeren IT-Offensive. Die Stadtverwaltung Seouls strebt die Implementierung einer Reihe weiter blockchainbasierter Dienste an, um nach estnischem Vorbild alle administrativen Abläufe ihrer Verwaltung effizienter gestalten zu können.

Für die Inanspruchnahme dieser öffentlichen und auf Effizienz optimierten Dienste, sollen die Bürger Seolus S-Coins erhalten. Die S-Coins stellen somit eine Art digitales Belohnungssystem dar.

Das Konzept hinter den S-Coins ist denkbar einfach:,/h3>
Wer die effizienteren Dienste nutzt, wird mit S-Coins belohnt. Die verdienten S-Coins sollen dann als Zahlungsmittel für den öffentlichen Nahverkehr oder auch andere Dienste des öffentlichen Lebens fungieren.

Für die technische Abwicklung der S-Coins will Seoul auf das Zahlungsnetzwerk ZeroPay setzen. ZeroPay basiert auf QR-Codes und wurde von der südkoreanischen Regierung entwickelt.

Eine solche Umstellung der Verwaltungsprozesse lässt sich natürlich nicht über das Knie brechen. Die nächsten Schritte hin zu den S-Coins und einer effizienten Verwaltung werden der Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur und die Information der Bürger sein. Denn egal wie effizient ein System ist. Wenn es an Akzeptanz mangelt, dann wird es sich nicht durchsetzen können.