Banken und Versicherungen sind ein sehr wichtiger Wirtschaftssektor für die Schweiz. Schwerpunktmäßig finden sich Finanzsektoren in Zürich und Genf. Beide gehören heute zu den Top 10 Finanzplätzen Europas und damit steht auf für die Schweizerische Bankiervereinigung fest: Die Schweiz gehört zu den führenden und wettbewerbsfähigsten Finanzplätzen der Welt.

Der Schweizer Finanzsektor – die Fakten

12,9 Prozent der wirtschaftlichen Bruttoleistung werden in der Schweiz vom Finanzsektor erbracht. Mehr als 300.000 Arbeitsplätze sind damit verbunden. Das sind knapp 6 Prozent aller Menschen, die in der Schweiz arbeiten. Im Bereich der Ausbildungsangebote erreicht der Schweizer Finanzsektor sogar einen Wert von knapp 8 Prozent.

Der Schweizer Staat profifiert davon ebenfalls, durch Steuereinnahmen im Wert von fast 20 Milliarden CHF. Von allen Steuern, die der Staat in der Schweiz jährlich einnimmt, sind das mehr als 13 Prozent. Der Bankensektor allein ist dabei 1,5 mal produktiver als der Rest der schweizerischen Wirtschaft zusammen.

Beschäftigung

Die Banken bieten 136’000 Arbeitsplätze und beschäftigen 170’000 Personen in anderen Branchen.

Quelle: Schweizerische Bankiervereinigung

Die Schweiz setzt auch in Zukunft auf ihren Finanzplatz

Im Jahr 2016 schwächelte der Schweizer Finanzsektor kurzzeitig aber seit 2017 wächst er wieder. Trotzdem ist der Druck auf Banken und Versicherungen größer geworden. Die fortschreitende Digitalisierung erfordert eine Anpassung der Arbeits- und Ablaufmodelle. Auch die Lage auf den Finanzmärkten führt zu Unsicherheiten. Trotzdem erwartet die Schweiz von ihrem Finanzsektor weiterhin ein Wachstm in der Wertschöpfung von knapp 2 Prozent. Der Finanzplatz Schweiz bleibt damit eine eichtige volkswirtschaftliche Stütze.

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Die Digitalisierung führt zu neuen Produkten und Dienstleistungen sowie Anpassungen an den Prozessen. In der Folge wird sich insbesondere im Bankensektor der Trend der Arbeitsplatzverlagerung in andere Sektoren fortsetzen. Die wichtigsten Effekte davon sind eine weiterhin zunehmende Auslagerung von Dienstleistungen und die steigende Nachfrage nach Vorleistungen in anderen Sektoren. Damit verlagert sich nicht nur ein Teil der Wertschöpfung, sondern auch ein Teil der Arbeitsstellen in Unternehmen, welche statistisch nicht als Banken erfasst werden.

Die Negativzinsen, der starke Wettbewerbsdruck und die Digitalisierung wirken sich dämpfend auf die Margen aus. Daher wird der Druck zu Produktivitätssteigerungen im Finanzsektor bestehen bleiben. Sowohl für den Bankensektor (3%) als auch für den Versicherungssektor (2,5%) ist für die nächsten 12 Monate ein Wachstum der realen Bruttowertschöpfung zu erwarten. Mittelfristig dürfte das direkte Wertschöpfungswachstum im Bankensektor rund 2 Prozent pro Jahr betragen.

Die Rolle des Asset Managers als Intermediär erfüllt eine zentrale Funktion auf dem Finanzplatz Schweiz. Mit einer effizienten Kapitalallokation, die sich durch rationale meritokratische Investmententscheidungen auszeichnet, einer hohen Wertschöpfung und attraktiven Arbeitsplätzen, leistet das Asset Management einen wichtigen Beitrag für die Effizienz des Marktes und die Stabilität des Finanzsystems. Hinzu kommt die Aufgabe der professionellen Bewirtschaftung von Vorsorgegeldern, die zur allgemeinen finanziellen Stabilität beiträgt.