Wer mit Japan handeln will, sollte auf der sogenannten “Weißen Liste” stehen. Dort platziert, genießen Handelsstaaten Privilegien. Südkorea hat diesen Status kürzlich verloren. Zum großen Unmut der südkoreanischen Regierung.

Moon Jae, Präsident in Südkorea, hat die japanische Entscheidung mit Ärger zur Kenntnis genommen. Südkorea wurde von Japan im Handelsstatus herabgestuft. Laut Jae sei die Aktion “egiostisch”. Ob die Entscheidung, Südkorea von der Weißen Liste zu nehmen, Konsequenzen für globale Lieferketten haben werde, sei noch nicht gewiss.

Gegenreaktion von Südkorea wird erwartet

Südkorea sei durchaus gewillt, eine Gegenreaktion zu zeigen und sich die Entscheidung nicht gefallen zu lassen. Unterstellt wird, dass Japan mutwillig gegen die südkoreanische Wirtschaft vorgeht. Der Finanzminister Hong Nam Ki sagt voraus, dass Südkorea Japan ebenfalls von der Liste der bevorzugten Handelspartner streichen werde. Der Handelsstreit geht sogar soweit, dass die “Freundschaft der Nationen” gekündigt sei.

Warum hat sich Japan so entschieden

Was steckt hinter Japans Aktion? Südkorea geht von einer Vergeltungsaktion aus, nachdem ein gewisses Gerichtsurteil gefallen ist. Dieses besagt, dass japanische Unternehmen südkoreanische Kläger, die zwischen 1910 und 1945 in Zwangsarbeit verharrten, entschädigen muss. In diesem Zeitraum war Südkorea von Japan besetzt.

Südkoreanische Supermärkte haben bereits dazu aufgerufen, japanische Produkte zu boykottieren. Die Umsätze der japanischen Modemarke Uniqlo seien seit Ende Juni um satte 40 % eingebrochen.

Wer auf Japans Weißer Liste steht, genießt geringe Handelsbeschränkungen. Auf der Liste stehen Deutschland, Großbritannien und die USA.