Die Weltwirtschaft befindet sich bereits seit langer Zeit in einem Zustand des robusten Wachstums. Doch in den USA mehren sich die Anzeichen, dass schon bald eine Rezession dem Aufschwung ein jähes Ende setzen könnte. Sollte dieses Szenario eintreten, dann muss man sich auf einen dramatischen Anstieg der Staatsschulden in den wichtigsten Industriestaaten einstellen. Die Zentralbanken würden auf eine expansive Geldpolitik setzen, um die Konjunktur zu beleben. Die Aktienmärkte würden einbrechen. Die nächste Rezession könnte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sogar die von 2007 und 2008 deutlich übertreffen.

Einer der Gewinner einer solchen Rezession könnte der Goldpreis sein. Die jüngsten Tendenzen sprechen für einen bevorstehenden Bullenlauf des Edelmetalls. So hat der Goldpreis vor kurzem zum ersten Mal seit 2013 wieder die Marke von 1360 US-Dollar erreicht und damit die Stabilisierung auf niedrigem Niveau hinter sich gelassen. Seit Mai 2019 hat der Goldpreis um bemerkenswerte 13,5 Prozent zugelegt. Die Indizien sprechen dafür, dass es sich dabei um ein langanhaltendes Wachstum handeln könnte. Diese These wird auch vom Gold- und Silberminen Index (XAU) unterstützt. Im XAU sind die 30 wichtigsten Gold- und Silberproduzenten versammelt.

Der XAU-Kurs erlebte zum Jahresübergang 2015/2016 seinen Tiefpunkt, aber nach einer langen Phase der Stabilisierung hat kürzlich ein enormer Aufschwung eingesetzt. Sowohl der Goldpreis als auch der Wert der größten Produzenten von Edelmetallen hat also zuletzt eine positive Entwicklung genommen. Goldminen-Depots sind derzeit sehr lukrativ und werden es noch lange Zeit sein. Der Aufschwung befindet sich erst in seiner Anfangsphase und Investitionen in diesem Sektor lohnen sich.

Für Anleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um von einem neuen Aufwärtstrend des wertvollen Rohstoffs zu profitieren: Physisch in Form von Goldbarren und Goldmünzen oder über Gold-Zertifikate, Gold-Fonds und Gold ETFs. Am besten legen Sie sich jedoch zwei bis drei besonders starke Goldaktien ins Depot, denn diese versprechen bei steigenden Goldnotierungen aufgrund der meist relativ stabilen Produktionskosten einen Gewinnhebel. Die drei nachfolgend ausgewählten Gold-Unternehmen haben das Potential zu den Gewinneraktien des Jahres 2019 zu gehören.

Royal Gold: Beteiligung an diversen Goldminen

Statt selbst kostenintensiv Exploration zu betreiben, vergibt der an der NASDAQ notierte US-Edelmetallkonzern Royal Gold (ISIN: US7802871084 – Symbol: RGLD – Währung: USD) als „Streaming & Royalty Company“ Bergbau-Konzessionen an Minenbetreiber und unterstützt diese zudem bei der Finanzierung ihrer Projekte.

Beteiligungen an 40 produzierenden Minen

Im Gegenzug partizipiert Royal Gold direkt am Erfolg der Minenbetreiber. Das Unternehmen wird entweder in einem festen Verhältnis an den Einnahmen beteiligt (sog. Royalities) oder darf das geförderte Edelmetall später zu besonders günstigen Preisen kaufen (sog. Streaming). Royal Gold bezahlt bei einem seiner größten Projekte, dem Berg Milligan in Kanada beispielsweise nur 435 USD pro Unze Gold. Der aktuelle Gold-Preis liegt mit ungefähr 1.415 USD rund dreimal so hoch. Royal Gold verdient mit diesem Geschäftsmodell also prächtig. Interessant an dieser smarten Strategie ist auch, dass das Unternehmen nicht vom Erfolg einer oder weniger Minen abhängig ist. Vielmehr erzielt Royal Gold mittlerweile Einnahmen aus bereits 40 produzierenden Goldminen weltweit. Weitere Minen befinden sich in der Entwicklungsphase und darüber hinaus ist Royal Gold auch mehr als 100 weiteren Rohstoffprojekten auf der ganzen Welt beteiligt. Sodass dieser Titel auch Gewinn macht, falls der Godlpreis mal nicht steigen sollte. Dies ist aber nur ein Beispiel, es gibt diverse weitere ETFs, ETNs und auch Aktien von Goldminenbetreiber selber.